Der schwedische Aufzugs- und Mastkletterbühnenspezialist Alimak hat ein schwieriges erstes Quartal gemeldet, das durch einen Rückgang bei den drei Parametern Auftragseingang, Umsatz und Gewinn gekennzeichnet war.
Der Gesamtumsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent auf 1,65 Milliarde Schwedische Kronen (152,2 Millionen Euro) zurück, während der Auftragseingang um 11 Prozent auf 1,79 Milliarde Kronen (164,6 Millionen Euro) gesunken ist.
Der Gewinn vor Steuern fiel um 18 Prozent auf 202 Millionen Kronen (18,6 Millionen Euro) – hauptsächlich bedingt durch den Umsatzrückgang, aber auch durch höhere Betriebskosten; dieser Effekt wurde teilweise durch geringere Finanzierungskosten kompensiert.
Die Nettoverschuldung lag zum Ende des Quartals mit 2,4 Milliarde Kronen (220,9 Millionen Euro) knapp unter einem Prozent höher als zuvor.
CEO Ole Kristian Jødahl erklärt dazu: „Nach fünf Jahren, die von diversen signifikanten globalen Marktstörungen geprägt waren, bildete das erste Quartal 2026 keine Ausnahme. Angesichts des im Nahen Osten ausgebrochenen Krieges beobachten wir erneut globalen Inflationsdruck sowie Investitionsunsicherheiten; dies dürfte eine Erholung des Bausektors voraussichtlich weiter verzögern. Aufgrund unserer Präsenz in der Nahost-Region verzeichneten wir in diesem Quartal einige geringfügige lokale Auswirkungen.“
„Insgesamt verlief das Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal eher verhalten – ein Ergebnis, mit dem ich nicht zufrieden bin. Gleichwohl bewies die Firmengruppe durch die konsequente Umsetzung unserer ‚New Heights‘-Strategie erneut ihre Widerstandsfähigkeit. Der Auftragseingang wurde durch die Schwäche des Bausektors belastet. Dank eines soliden Book-to-Bill-Verhältnisses von 1,08 konnten wir den Auftragsbestand im Laufe des Quartals weiter ausbauen. Der Umsatz lag im Jahresvergleich niedriger; dies spiegelt in erster Linie die schwache Geschäftsentwicklung im Bausektor sowie vorübergehende negative Effekte im Geschäftsbereich Industrie wider.“
Jødahl weiter: „Der Geschäftsbereich Facade Access (Fassadenzugangstechnik) erzielte weitere Fortschritte bei der Margenverbesserung – gestützt durch eine disziplinierte Projektabwicklung sowie einen qualitativ hochwertigeren Auftragsbestand. Der Bereich ‚Integrated Design Services‘ entwickelte sich weiterhin positiv und verzeichnete einen wachsenden Anteil an Aufträgen aus Regionen außerhalb Nordamerikas. Darüber hinaus trug unser strategischer Fokus auf die Bereiche Infrastruktur, Sanierung, Modernisierung und Ersatzbeschaffung positiv zum Auftragseingang bei.“
„Der Geschäftsbereich Industrie verzeichnete weiterhin ein starkes Wachstum sowie einen organischen Zuwachs beim Auftragseingang; das EBITA fiel jedoch – belastet durch vorübergehende negative Mix-Effekte – etwas niedriger aus als in den vorangegangenen Quartalen.“
„Der Geschäftsbereich Bauwesen agierte auch weiterhin in einem äußerst anspruchsvollen Marktumfeld. Die Marktunsicherheit – einschließlich der jüngsten geopolitischen Entwicklungen – verzögerte weiterhin Investitionsentscheidungen und dämpfte die Nachfrage nach neuen Hublösungen. Die Bereiche Ersatzteile, Service & Vermietung konnten die schwache Nachfrage nach Neugeräten teilweise kompensieren.“
„Trotz der aktuellen Rahmenbedingungen investieren wir weiterhin in die Geschäftsentwicklung und den Vertrieb, wobei wir unseren Fokus unverändert auf Wachstumsinitiativen wie mastgeführte Kletterbühnen legen – gestützt durch eine wachsende Projekt-Pipeline. Im Bereich Höhensicherheit & Produktivitätslösungen verbesserten sich die Margen und kehrten auf ein normalisiertes Niveau zurück. Der Auftragseingang fiel in diesem Quartal etwas schwächer aus; dies war hauptsächlich auf außergewöhnliche Wetterbedingungen in Nordamerika zu Jahresbeginn sowie auf ein anhaltend schwieriges Marktumfeld im Baugewerbe in Teilen Europas zurückzuführen. Dennoch blieb die zugrundeliegende operative Entwicklung stabil und wurde durch fortlaufende Optimierungsmaßnahmen gestützt.“
„Der Bereich Windenergie verzeichnete ein starkes Quartal bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Enge Kundenbeziehungen und eine disziplinierte Umsetzung unterstrichen einmal mehr die Fähigkeit der Division, eine robuste operative Leistung und Profitabilität zu erzielen; gleichzeitig stützt die fortschreitende Elektrifizierung weiterhin die langfristige Nachfrage im Windenergiemarkt“, schließt Jødahl.
Ausblick
Der Firmenchef blickt voraus: „In einem unsicheren Umfeld konzentrieren wir uns weiterhin auf jene Faktoren, die wir selbst steuern können. Gestützt durch eine starke Finanzposition und eine solide M&A-Pipeline treiben wir aktiv Akquisitionen voran. Dank unseres dezentralen Geschäftsmodells und einer bewährten Strategie sind wir bestens aufgestellt, um unsere operative Leistung weiter zu steigern und langfristige Werte zu schaffen.“
Vertikal Kommentar
Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds sind diese Zahlen wenig überraschend. Es ist jedoch interessant zu sehen, wie sich die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelt haben. Das Unternehmen befindet sich in einer recht guten Verfassung, um Chancen zu nutzen, die sich im Laufe der nächsten zwölf Monate ergeben könnten – und es scheint fest entschlossen zu sein, genau dies zu tun.
Es gibt an dieser Stelle eigentlich nicht viel mehr zu sagen, außer abzuwarten und zu beobachten, wie sich die Dinge im zweiten Quartal weiterentwickeln.
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