08.09.2026

Zurück in der 10-Meter-Klasse

Keine Kompromisse: Der englische Arbeitsbühnenhersteller Niftylift stellt diese Woche auf den Vertikal Days in Newark zwei komplett neue ultraleichte Gelenkteleskopbühnen vor, die HR10NE und die HR10LE mit 10 Metern Arbeitshöhe.
Die HR10NE und HR10LE

Dies sind die letzten Produktneuheiten, die das Unternehmen für die am Donnerstag beginnende Veranstaltung angekündigt hat. Zuvor, im August, hatte Niftylift bereits zwei Neuheiten angekündigt: die Geräte HR21 H2E und HR22SDE. Dazu unten mehr.

Beide Versionen der HR10 verfügen über denselben Hebemechanismus – bestehend aus einem einzelnen Unterarm und einem teleskopierbaren Oberarm mit fester Länge –, der eine Arbeitshöhe von 10 Metern und eine seitliche Reichweite von 4,3 Metern ermöglicht. Die Plattform misst 1,20 Meter x 0,85 m. Beide Modelle haben im Transportzustand eine Gesamthöhe von 1,98 Meter.
Die HR10NE in einem separaten Bereich am Nifty-Messestand auf den Vertikal Days

Der Unterschied liegt im Fahrgestell: Die HR10NE ist mit 1,50 Meter schmaler, wiegt rund 1.850 Kilogramm und eignet sich für enge Räume sowie schmale Gänge. Die breitere HR10LE misst 1,80 Meter in der Breite, wiegt aber nur 1.600 Kilogramm – ein Gewicht, das sie auch für Doppelböden und andere gewichtsempfindliche Untergründe geeignet macht. Zudem sind sie leicht genug, um auf Anhängern von Elektro- oder Hybridfahrzeugen sowie SUVs transportiert zu werden.

Beide Modelle sind serienmäßig mit dem unternehmenseigenen Sicherheitssystem SiOPS, dem Tough Cage-Arbeitskorb und der Telematiklösung Niftylink ausgestattet. Detaillierte technische Daten sind am Messestand des Unternehmens erhältlich, der am Mittwoch und Donnerstag für Besucher geöffnet ist.

Gut zehn Jahre her: Laut Unternehmensangaben ist die HR10 die erste Maschine in der 10-Meter-Klasse seit der Einstellung des ursprünglichen Modells im Jahr 2015. Es handelt sich jedoch um eine Neukonstruktion und nicht um eine Neuauflage: Fahrgestell und Ausleger basieren auf der aktuellen HR12-Baureihe, und es wurden keine Komponenten der früheren Maschine übernommen.

Die beiden neuen Gelenkteleskopbühnen gesellen sich zu den anderen beiden Neuheiten. Als da wäre: zum einen die wasserstoff-elektrische HR21 H2E (21 Meter Arbeitshöhe) und die diesel-elektrische HR22SDE (22 Meter), die ebenfalls auf der Messe vorgestellt werden.
Die HR21 H2E im Einsatz

Die HR21 H2E basiert auf dem Elektromodell HR21E, ist jedoch mit einem wasserstoff-elektrischen Antriebssystem ausgestattet. Die Grundmaschine bleibt unverändert. Die Brennstoffzelle lädt die Batterien auf, anstatt die Maschine direkt anzutreiben. Nach Angaben des Unternehmens reicht eine Batterieladung für zwei Arbeitstage, während das Wasserstoffsystem diese Laufzeit etwa verdoppelt. Das Modell richtet sich an Unternehmen, die in emissionsfreien Zonen arbeiten.

Niftylift präsentiert außerdem noch eine diesel-elektrische Antriebsoption für die 2024 eingeführte 22-Meter-Teleskoparbeitsbühne HR22SE: die HR22SDE. Wie bei anderen diesel-elektrischen Maschinen von Nifty dient der Motor lediglich zum Laden der Batterien und nicht zum direkten Antrieb der Maschine. Dadurch kann Nifty einen kleineren und leiseren Motor verbauen, als es bei herkömmlichen Diesel- oder Hybridsystemen erforderlich wäre.
Die HR22SDE in Transportstellung

Geschäftsführer John Keely sagt: „Die 10-Meter-Klasse hat heute wieder eine Bedeutung, die sie vor einem Jahrzehnt noch nicht hatte. Immer mehr Arbeiten finden in bereits genutzten Gebäuden statt – auf fertiggestellten Böden und in Räumlichkeiten, die ursprünglich gar nicht für den Einsatz von Maschinen ausgelegt waren. Bei einigen dieser Einsätze ist die Maschinenbreite der entscheidende Faktor, bei anderen die zulässige Bodenbelastung. Wir haben Maschinen entwickelt, die beiden Anforderungen gerecht werden, anstatt Kompromisse einzugehen. Bei keinem dieser Modelle handelt es sich lediglich um eine verkleinerte Version einer größeren Maschine.“

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