13.11.2003

Die Windkraft der kommenden Jahre

„Der Trend geht in den nächsten beiden Jahren aus verschiedenen Gründen zu weniger neu aufgestellten Windkraftanlagen“, erklärt Ralf Bischof, Stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes für Windenergie (BWE) gegenüber Vertikal.net. Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr.

„Der als Kompromiss verkaufte Konsens mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement bringt starke Einschnitte für die Windenergie“, urteilt Peter Ahmels, Präsident des (BWE). Besonders der Ausbau im Binnenland gerate in Gefahr. „Gegenüber Trittins ursprünglichem Gesetzentwurf gilt nun: Genehmigt wird nur noch, was mehr als 65 Prozent eines festgelegten Referenzertrags erreicht“.

Dies käme nach Ansicht des Bundesverbandes einer Ausgrenzung von zahlreichen Binnenlandstandorten für Windkraftanlagen gleich. Ohne den Ausbau im Binnenland - und die dabei erzielten technologischen Fortschritte - gerate auch der Offshore-Ausbau in Gefahr, ist die einhellige Meinung seitens des Verbandes.

Zumal sich in diesem Jahr gezeigt hat, das ein Wandel von der Küste hin zum Binnenland bei den Aufstellungszahlen eingetreten ist. Küstenferne Standorte werden nach der Erfahrung des Verbandes für den Ausbau der Windenergie in Deutschland immer wichtiger.

Die Absenkung der Anfangsvergütung um 0,1 Cent auf 8,7 Cent je Kilowattstunde nennt Ahmels "eine ziemlich große Herausforderung an das Innovationspotenzial der Branche".

Wann an den bestehenden Standorten alte Anlagen gegen neue ausgetauscht werden, das so genannte Repowering, bleibt nach Bischofs Ansicht offen.

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