28.12.2010

Ein Jahr des Wandels

Das Jahr 2010 wird sicherlich allen Beteiligten in Erinnerung bleiben – aus den unterschiedlichsten Gründen. Gut ist es, wenn man bei so einem Jahresrückblick mit einem Jubiläum beginnen kann. In diesem Fall mit dem Software-Unternehmen Rösler, das seinen 25. Geburtstag feierte.

Es änderte sich einiges im Laufe des Jahres. Begonnen hat es mit der Farbe von Upright. Von nun an wurde es orange und der Name verschwand aus der Arbeitsbühnenbranche.

Die bauma war das große Ereignis in diesem Jahr und es warf schon lange Schatten voraus. Besonders bei den Neuheiten. Ein neues Konzept hatte der Teleskopladerhersteller Merlo vorgestellt, eine Mischung aus Teleskoplader, Boomlift und Scherenbühne.

Was jeder erwartete, zeigte sich in den Jahreszahlen der Unternehmen wieder. Der Februar war durchsetzt mit Meldungen über Umsatzrückgänge, Konsolidierungen und Entlassungen.

Scheinbar ganz unbelassen durchschiffte der ein oder andere diese stürmische See, erweiterte sogar seine Geschäftsführung, wie im Falle Felbermayr.

Und obgleich die Märkte schrumpfen, ein Land wird mehr und mehr auch die Baumaschinenbranche für sich entdecken und Produkte auf den Markt bringen. Die Rede ist von China. So enthüllte Sany seinen ersten 1.000-Tonnen AT-Kran in diesem Jahr. Hier wird es Gesprächsstoff in vielerlei Hinsicht weiterhin geben.

Mitte März trennte sich Terex von Atlas. Das Besondere dabei dürfte der Käufer sein: Fil Filipov, jahrelang mit an der Spitze von Terex.

Und die Veränderungen gingen weiter. Ende März hat sich Worldlift in Skako Lift umbenannt.

Ein weiterer Trend hat seine Anfänge in 2010 zu finden, seinen Ursprung wohl eher in der Boomzeit des Jahres 2008. Die rede ist vom Umstieg auf alternative Antriebe. Immer mehr Baugeräte werden mit Hybridtechnik oder auf Elektroantrieb umgestellt. Dabei geht es nicht mehr um kleine Scherenbühnen. Die Palette reicht inzwischen bis hoch zu Hafenmobilkranen. Bestes Beispiel ist der Hybridantrieb für einen Liebherr Hafen-Mobilkran.

Eine Wachablösung gab es auch bei den Verbänden. So übergab nach zweijähriger Amtszeit John Ball das Zepter des Präsidenten von IPAF an Steve Shaughnessy, Präsident von Skyjack.

Und dann war es endlich soweit. Die bauma öffnete ihre Pforten. Schon im Vorfeld gab es jede Menge Ankündigungen über Neuentwicklungen. Fast alles war perfekt. Die Sonne lachte beinahe die gesamte Ausstellungswoche über München. Und am azurblauen Himmel war kein Kondensstreifen zu sehen – leider. Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull – fast unaussprechbar – spuckte Asche, bis der Flugverkehr in Europa zusammenbrach - dagegen ist der jetzige Wintereinbruch ein Klacks. Dementsprechend kamen wenige Besucher aus Übersee zur weltgrößten Baumaschinenmesse. Dennoch waren die Aussteller in der überwiegenden Zahl zufrieden.

Ebenfalls schon länger erwartet trat ein, was grenznahe Vermieter schon immer ahnten. Große niederländische Vermietunternehmen gründen in Deutschland selbst Niederlassungen, um den hiesigen Markt auch mit ihren Maschinen zu bedienen, allen voran Riwal.

Europa ächzt erweil unter der Finanzkrise. Länder wie Spanien und Großbritannien haben in der Baubranche enorme Umsatzeinbußen zu verkraften. Deutschland rettet sich in ein Konjunkturprogramm, das die Symptome deutlich lindert. Das gibt den hiesigen Bauunternehmen wie Streif die Chance zu investieren.

Auch andere ergreifen ihre Chancen. So hat Wilbert erst vor wenigen Jahren mit der Produktion eigener Turmdrehkrane begonnen. Im Mai wurde nun ein Partner in und fürlink[/de/news/artikel/10111/](Skandinavien) gefunden.

Dann gab es ein Millionenjubiläum in der Mitte des Jahres in Köln. Bei Deutz lief Motor Nummer 2.000.000. Auf nicht ganz so viele Jahre, aber dennoch 30 kann Airo zurückblicken.

Auch im Unternehmen Ruthmann gab es Mitte des Jahres Veränderungen. Rolf Kulawik übernahm die Geschäftsführung. Die bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter Heinrich Winkelmann und Heinz-Jürgen Buss bleiben der Ruthmann GmbH & Co. KG als Gesellschafter erhalten, widmen sich nun aber den Geschicken der Winkelmann-Gruppe.

Danach geschah eine lange Zeit nichts von großer Bedeutung – ein gutes Zeichen, denn die Zahl der schlechten Nachrichten riss damit auch ab. Erst im September erreichte uns die Meldung, dass sich JLG weltweit mit seinen Teleskopladern aus dem Landwirtschaftssektor zurückzieht.

Um seinen internationalen Geschäftspartner auch in diesem Jahr die eigenen Innovationen vorstellen zu können, entschloss sich die Böcker AG in den Hauptsitz nach Werne zu den [[link:http://www.vertikal.net/de/news/artikel/10840/Böcker Lifting World[[link]] einzuladen. Rund 600 Gäste kamen dem Aufruf Anfang September nach.

Seinen Expansionskurs indes hat Mateco mit dem Kauf von Top Lift unterstrichen.

Ein Urgestein der Arbeitsbühnenindustrie hat für Jahresende hingegen seinen Rückzug angekündigt, zumindest aus der Geschäftsführung von Teupen. Alfons Thihatmer übergibt seine Verantwortungsbereiche an Michael Wotschke. Ein anderes Urgestein lud nach Tuttlingen ein. Gerhard Flesch feierte seinen 70. Geburtstag.

Dass nach wie vor investiert wird, zeigt Shanghvi Movers. Das indische Unternehmen orderte für 70 Millionen Euro Geräte bei Terex Cranes. Und dass auch Messen mit der Zeit gehen müssen, zeigt die britische Veranstaltung SED. Gegen Ende des Jahres wurde bekannt gegeben, dass es zu keiner Neuauflage kommen wird.

Zum Schluss des Jahres gab es dann noch ein Richtfest. Das chinesische Unternehmen Sany hat in Bedburg westlich von Köln sein Werk Sany Germany eröffnet.














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