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04.09.2002

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei Lavendon

In ihrem laufenden Geschäftsbericht für das erste Halbjahr vermeldet Lavendon, Eigner vom britischen Nationwide und deutschen Zooom, einen Gewinn von 3,6 Millionen Pfund und ein Umsatzplus von 20 Prozent.

Der Gewinn der Lavendon Gruppe ist von 4,9 Millionen Pfund im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 3,6 Millionen Pfund für die ersten sechs Monate diesen Jahres gesunken. Gleichzeitig stieg der Umsatz laut der offiziellen Halbjahresbilanz von 39,7 für das erste Halbjahr auf 47,6 Millionen Pfund für das erste Halbjahr. Der Gewinn vor Steuern sank von 2,5 Millionen Pfund auf 0,6 Millionen Pfund in diesem Jahr. Der Gesamtjahresumsatz für 2001 beläuft sich auf 90,1 Millionen Pfund und einem Gewinn von 14,3 Millionen Pfund.

Kevin Appleton, CEO der Lavendon Gruppe, sagte gegenüber Vertikal.net, dass obwohl die Ergebnisse nachgaben, „sie liegen innerhalb der Erwartungen“. Er fügt an, dass die wichtigen Investitionen, die das Unternehmen während 2001 getätigt hat, einige Zeit benötigen, um auf der Gewinnseite bemerkbar zu werden und führt fort, dass auch sein Unternehmen von der nachlassenden Konjunktur der wichtigsten europäischen Märkte betroffen ist.

Trotz alledem werde sich Europas Bühnenbranche weiter entwickeln ist die Meinung bei Lavendon und die Appleton teilt. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird sich der Markt verdoppeln, wenn nicht gar vervierfachen. Diese Annahme basiert auf der Beobachtung des amerikanischen Marktes und den immer mehr kommenden Sicherheitsvorschriften in Europa.

„Die Gruppe wird weiter, gleichgültig der konjunkturellen Situation, durch aggressives Kostenmanagement, einem niedrigen Level beim Kapitaleinsatz und einem Focus auf den weiteren Aufbau an Marktanteilen wachsen, aufgrund kontinuierlichem Wachstum bei der Anzahl der Maschinen und der Qualität zum Wohle unseres Kunden“, sagt David Price, Executive Chairman der Lavendon Gruppe.

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David Price


Im ersten Halbjahr 2002 wurden die Investitionen auf 6,7 Millionen Pfund erhöht, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 63,6 Millionen Pfund. 5,7 Millionen Pfund davon wurden in die Flotte investiert. Rund 3,3 Millionen Pfund (Fünf Millionen Euro) flossen davon in die deutsche Flotte.

Großbritannien ist Lavendons erfolgreichster Markt und die Zahl der Kunden wuchs hier um zehn Prozent auf 9920, während der Einzelkundenumsatz im Durchschnitt um rund sieben Prozent stieg. Die Mietpreise in Großbritannien werden als stabil beschrieben. In den ersten sechs Monaten lag der Umsatz in Großbritannien bei 28,6 Millionen Pfund gegenüber 24,9 Millionen Pfund im Vorjahr und der Gewinn stieg um sechs Prozent auf 5,4 Millionen Pfund. Dies wird auf die rund 6100 Maschinen der Nationwide-Flotte zurückgeführt. In Deutschland, wo Zooom einen Maschinenpark von rund 4100 Einheiten unterhält, wurde ein Umsatz von 14,1 Millionen Pfund erreicht, aber es wurde ein Verlust von 1,6 Millionen Pfund verzeichnet. Letztes Jahr wurde für das erste Halbjahr noch ein Gewinn von 0,8 Millionen Pfund geschrieben. Der Umsatz in Spanien, Frankreich und Österreich beläuft sich auf drei Millionen Pfund während im Mittleren Osten 1,9 Millionen Pfund umgesetzt wurden.

Die Gesamtzahl der Maschinen der Lavendongruppe am 30. Juni 2002 war 11500, deren Durchschnittsalter sich auf 3,2 Jahre, in Deutschland auf zwei Jahre beläuft.

Der Halbjahresbericht vermeldet zudem einen Überhang an Maschinen, speziell für das deutsche Geschäft, weshalb von großen Investitionen abgesehen wird. Des Weiteren wird im Bericht fortgeführt, dass aufgrund schlechter Konjunktur die Bühnenauslastung in Deutschland gering ist und der Einzelumsatz pro Kunde um zehn Prozent nachgelassen habe. Auf der anderen Seite schlagen steigende Unterhaltskosten zu Buche, was einen Investitionsaufschub nicht langfristig herauszögern lassen könne. Die Mietpreise in Deutschland sind um fünf Prozent gesunken, aber Zooom konnte die Zahl seiner aktiven Kunden um 25 Prozent auf 11320 erhöhen. Pläne zu einer Verringerung der Anzahl der Depots werden ausdrücklich verneint. Es wird aber vermeldet, dass rund fünf Prozent der Maschinen aus Deutschland in andere Länder gebracht wurden. Im gleichen Zeitraum hat Zooom die Zahl der Mitarbeiter reduziert und weitere Kosteneinsparungen auf den Weg gebracht, was zu Einsparungen von 1,2 Millionen Pfund pro Jahr führte. Appleton betonte gegenüber Vertikal.net, dass die Mitarbeiterzahlen um 40 bis 50 gesenkt wurden, aber keine weiteren Entlassungen geplant seien. „Alles, was wir tun mussten, ist getan“.

Appleton erklärt weiter, dass die jüngste Änderung der Geschäftsführung von Zooom keine Änderungen in der Strategie für Deutschland mit sich bringe. Er fügt an, „dass Zooom in den nächsten fünf Jahren sich zum Juwel in unserem Konzern entwickeln werde“.

* Lavendon hat bestätigt, dass ein Interesse zur Übernahme einer unbekannten Partei ausgesprochen wurde. Nach den Richtlinien des London Stock Exchange muss eine an der Börse gezeichnete Firma derartige Interessen in ihrem Bericht mitteilen. Kommentare hierzu seitens des CEO des betroffenen Unternehmens sind nicht erlaubt. Ein konkretes Angebot liegt nach wie vor nicht vor und es wird als sehr vage betrachtet.

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