02.07.2019

Stahlseil reißt, Lasthaken fällt

Potenziell tödlich: Eine Baufirma war auf einer Baustelle in Ried bei Donauwörth mit Kranarbeiten beschäftigt. Zur Unfallzeit bediente ein 40-jähriger Kranführer einen etwa 25 Meter hoch aufgebauten Turmdrehkran. Zu diesem Zeitpunkt befand sich keine Last am Kranhaken. Es baumelten lediglich zwei Stahlketten vom Kran, um die angelieferten Betonelemente aufzunehmen.

Ohne Fremdeinwirkung riss plötzlich das etwa fünf Zentimeter dicke Stahlseil, woraufhin der Lasthaken und die Stahlketten aus gut 25 Metern Höhe zu Boden rauschten. Der Lasthaken sowie die Stahlketten verfehlten den danebenstehenden LKW nur um wenige Zentimeter. Personen wurden nicht verletzt. Durch den Aufprall des rund 300 Kilogramm schweren Lasthakens auf dem Pflaster wurden einige Pflastersteine beschädigt. Das war alles; großes Glück also, dass nicht mehr passiert ist. Ein Fremdverschulden oder einen Bedienungsfehler des Kranführers schließt die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand aus.

Die beiden Enden des Stahlseils blieben zunächst auf den Umlenkrollen liegen, von wo sie jederzeit hätten herabfallen können. Um diese Gefahr auszuschließen, sperrte die Feuerwehr den Baustellenbereich weiträumig ab. Mit der Drehleiter wurden schließlich die beiden Seilenden nach und nach zu Boden gebracht und abgeschnitten. 20 Mann waren dafür im Einsatz.
Der Lasthaken knallte auf den Boden (Bild: Polizei)

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