07.08.2019

Ein Plus von über 15 Prozent

Die Wacker Neuson Group hat ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2019 fortgesetzt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,2 Prozent und erreichte mit 950,7 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE, sagt: „Die erste Jahreshälfte hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir mit unseren Lösungen die Bedürfnisse der Kunden treffen. In vielen Märkten konnten wir Marktanteile gewinnen, was uns vor allem dank der vielfältigen Produktinnovationen gelang, mit denen wir uns vom Wettbewerb klar differenzieren wollen. Mit den zahlreichen Neuentwicklungen, die wir im April auf der bauma in München präsentiert haben, sind wir bestens aufgestellt, um diesen Weg weiter zu beschreiten und unsere im Rahmen der Strategie 2022 gesteckten Mittelfristziele zu erreichen.“

Im Jahr 2018 hatten erhebliche Engpässe in der weltweiten Lieferkette das Wachstum der Unternehmensgruppe gebremst. „Die Lage hat sich hier deutlich entspannt“, führt Lehner weiter aus. Allerdings verursachte der Abbau des durch die Engpässe gestiegenen Bestands an unfertigen Maschinen Zusatzaufwand, der die Produktivität in den Werken temporär schwächte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im ersten Halbjahr um 7,4 Prozent auf 84,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag mit 8,9 Prozent etwas unter dem Vorjahreswert. Erhöhte Kosten in Produktion und Logistik sowie die laufende Restrukturierung des US-amerikanischen Werkes in Menomonee Falls belasteten die Entwicklung zusätzlich. Der Konzern erwartet jedoch, mit dem erreichten Fortschritt in den USA bereits im zweiten Halbjahr 2019 spürbar positive Effekte auf die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr zu sehen.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2019 mit -144,7 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert. Ursache hierfür sind im Wesentlichen ein erhöhter Vorratsbestand sowie gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der guten Markt- und Auftragslage sowie der Branchenleitmesse bauma, baute der Konzern mehr Vorräte auf als in den Vorjahren. Im Bestand enthalten sind außerdem Vorbaumotoren, die im Zusammenhang mit der Umstellung auf die Abgasstufe V in Europa gezielt auf Lager gelegt wurden. Diese wird der Konzern bis zum Ende des Jahres 2020 in den Markt bringen. Weiterhin hat der Vorstand Maßnahmen eingeleitet, um den Bestand an Fertigmaschinen in den kommenden Monaten erheblich zu senken. Hierzu zählt unter anderem die Reduzierung des Produktionsausstoßes in einigen Werken.

Trotz der zunehmenden konjunkturellen Eintrübung, wachsender Unsicherheiten und eines Marktumfelds, das zuletzt herausfordernder geworden ist, sind die wichtigsten Zielmärkte der Wacker Neuson Group intakt. Der Auftragseingang liegt insbesondere dank einer starken Nachfrage aus der Bauwirtschaft weiterhin auf hohem Niveau. Für das Gesamtjahr 2019 geht der Vorstand unverändert von einem Umsatz in der oberen Hälfte der Spanne von 1.775 bis 1.850 Millionen Euro aus, was einem Wachstum von 6 bis 8 Prozent entspricht. Bei der Profitabilität erwartet der Konzern ein im Vergleich zum Vorjahr stärkeres zweites Halbjahr.

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