02.10.2019

Harmonisierung weltweit

Weltweit einheitlich: Genie hat vergangene Woche am Hauptsitz in Redmond in den USA eine neue Serie von GS-Elektroscherenbühnen enthüllt, die den globalen Normen und Standards entsprechen. Die neuen Modelle werden durch die bevorstehenden Änderungen der nordamerikanischen Normen ANSI A92 und CSA B354 befördert, die im Dezember dieses Jahres in Kraft treten.

Die neuen E-Scheren werden mit einer Zweizonensteuerung ausgestattet, die es dem Bediener ermöglicht, bei allen Modellen von Innen- auf Außeneinsatz umzuschalten, wobei das Load-Sensing-System die Leistungsparameter an die gewählte Umgebung anpasst. Das System überwacht auch die tatsächliche Last auf der Plattform. Genie nennt das Ganze: Smart Link duales Arbeitsbereich-Steuerungssystem.

Die Maschinen verfügen über dieselbe Korblast, unabhängig davon, ob sie innen oder außen eingesetzt werden. Allerdings wurde die maximale Arbeitshöhe bei Arbeiten im Freien – unter Berücksichtigung von Faktoren wie Maschinenstabilität und Windgeschwindigkeiten bis zu 12,5 Meter pro Sekunde – auf 50 bis 75 Prozent nach unten angepasst. Die Geschwindigkeit beim Hoch- und Runterfahren der Plattform ist bei einigen Modellen ebenfalls reduziert worden.

Die erste dieser ‚globalen‘ Scherenbühnen, die auf den Markt kommt, ist die GS-1932. Die aktuelle CE-zertifizierte GS-1932 (also die künftig ‚alte‘ Version) kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich in voller Höhe arbeiten, ist aber laut Genie mit 1.503 Kilogramm „zu schwer“. Die neue globale Version ist um 143 Kilogramm oder knapp zehn Prozent leichter mit 1.360 Kilogramm, jedoch reduziert sich ihre Arbeitshöhe von maximal 7,79 Metern im Innenbereich auf 6,30 Meter im Außenbereich. Die Gesamtbreite bleibt bei 81 Zentimetern. Die schmalere 76-Zentimeter-Version der GS-1930 ist ebenfalls weltweit erhältlich, kommt aber auch mit begrenzter Arbeitshöhe von 6,30 Meter bei Arbeiten im Freien – somit ist die eigentliche 8-Meter-Bühne im Außeneinsatz ein 6-Meter-Modell.
Produktmanager Mike Flanagan stellt die neuen GS-1932 und GS-1930 in Redmond vor

Das neue duale Arbeitsbereichssystem verfügt über zwei neue Schalter am Plattformbedienpult: „Indoor“ und „Outdoor“, wobei der Bediener den gewünschten Schalter wählt. Tut er dies nicht, ist die Maschine standardmäßig auf Außeneinsatz voreingestellt – mitsamt ihrer Hubhöhenbegrenzung. Der Bediener kann jedoch jederzeit vom Korb aus mühelos zwischen den beiden Einstellungen wechseln.

Die Produktion der neuen Bühnen wird im November in Redmond im US-Bundesstaat Washington und im chinesischen Changzhou anlaufen. Zu haben sind die neuen Modelle ab sofort, aber zunächst nur in Nordamerika und China. Der Rest der Welt muss sich bis Anfang nächsten Jahres gedulden.
Das neue duale Arbeitsbereichssystem verfügt über zwei neue Tasten: Indoor und Outdoor

Produktmanager Mike Flanagan sagt: „Änderungen an den nordamerikanischen Normen werden sich auf alle Arten von Hubarbeitsbühnen auswirken, die Genie herstellt. Die aktualisierten Normen ANSI A92 und CSA B354 basieren auf der ISO-Norm und fördern die Übereinstimmung der globalen Normen mit den europäischen (EN 280) und anderen internationalen Normen. Durch die Änderung der nordamerikanischen Normen hatten wir die Möglichkeit, die Scherenbühnenfamilie Genie GS weltweit zu harmonisieren und eine einheitlichere, produktivere Maschine anzubieten, die einfach und intuitiv zu bedienen ist sowie Flexibilität und Vielseitigkeit im Innen- und Außeneinsatz bietet. Als Reaktion auf das Feedback von Kunden auf der ganzen Welt bietet Genies Scherenbühnenbaureihe jetzt die Vorteile neuer Gemeinsamkeiten in Design, Ausstattung, Optionen und Zubehör über das gesamte Sortiment hinweg, was den Vermietvorgang vereinfacht und die Vermietungsmöglichkeiten erhöht.“

Kunden hierzulande (und überall im Gebiet EMEAR, also Europa, Middle East, Afrika und Russland) erkennen die neuen Modelle mit Zweizonensteuerung an – wie passend – zwei Details: erstens an den beiden neuen Schaltern am Plattformbedienpult („Indoor“ und „Outdoor“) und zweitens am Aufkleber an der Plattformfußleiste.
Das erste Modell ist die GS-1932, die jetzt 1.360 Kilogramm wiegt, wobei die maximale Arbeitshöhe allerdings von 7,79 Meter im Innenbereich auf 6,30 Meter im Freien reduziert worden ist

Die Norm verlangt auch, dass Hubarbeitsbühnen das Gewicht in der Plattform permanent überprüfen und eine Sperrfunktion haben, wenn die Last über der Belastungsgrenze der Plattform liegt. Bei den neuen Scherenbühnen verlässt sich die Load-Sensing-Funktion auf den hydraulischen Drucksensor im Hubkreislauf, gekoppelt mit einem Winkelsensor am Scherenarm, der – zusammen mit der tatsächlichen Last im Korb – den Bediener optisch und akustisch alarmiert, wenn die Maschine überlastet wird: zum einen über ein Symbol an der Smart-Link-Korbsteuerung, zum anderen über einen Alarmton. Jede weitere Maschinenbewegung wird gestoppt. Wenn solch eine Überlastsituation eingetreten ist, muss das Gewicht von der Plattform entfernt werden, um den Betrieb wieder aufnehmen zu können.

Die neuen Normen übernehmen auch die 1,10 Meter hohe CE-bedingte Geländerhöhe, nach der die Modelle Genie GS-1530, GS-1930 und GS-2032 mit Klappgeländern ausgestattet sein müssen. Die kürzlich eingeführte GS-1330m wurde ohne klappbare Geländer konzipiert.

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