24.10.2019

Hiab prächtig

Zweistellige Zuwachsraten: Der Ladekranhersteller Hiab hat ein starkes viertes Quartal in Bezug auf Umsatz und Gewinn hingelegt. Der Gesamtumsatz lag in den ersten neun Monaten mit 982 Millionen Euro um 18 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang belief sich auf 988 Millionen Euro, ein Plus von neun Prozent gegenüber über dem Vorjahr, sodass der Auftragsbestand mit 458 Millionen Euro lediglich um ein Prozentpünktchen höher ausfällt als zu Jahresbeginn. Das operative Ergebnis in den ersten drei Quartalen beträgt 111 Millionen Euro, was einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Auch im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 307 Millionen Euro, während der Auftragseingang mit 307 Millionen Euro um vier Prozent höher ausfällt als im Vorjahresvergleichsquartal. Das operative Ergebnis stieg um 27 Prozent auf 30,3 Millionen Euro.

Das Schwesterunternehmen Kalmar steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um sieben Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, obwohl der Auftragseingang mit 1,33 Milliarden Euro um neun Prozent zurückging, wobei der Auftragsbestand mit 1,08 Milliarden Euro um sieben Prozent höher lag als zu Jahresbeginn. Das operative Ergebnis beläuft sich auf 113,3 Millionen Euro und liegt damit um 24 Prozent über dem Vorjahr.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz bei Kalmar um zwei Prozent auf 424 Millionen Euro, wähernd der Auftragseingang mit 396 Millionen Euro um 19 Prozent unter den Vorjahreswert gerutscht ist. Das operative Ergebnis stieg allerdings um 23 Prozent auf 47,5 Millionen Euro.

Der Gesamtjahresumsatz der Konzernmutter Cargotec, zu der auch MacGregor gehört, stieg um 11 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 26 Prozent auf 137,7 Millionen Euro nach oben ging.
Mika Vehviläinen

Vorstandschef Mika Vehviläinen sagt: „Das Betriebsergebnis konnte bei Kalmar und Hiab weiter gesteigert werden. Und ich freue mich über die gute Entwicklung, die sich im dritten Quartal bei Kalmar und Hiab fortgesetzt hat. Das vergleichbare Betriebsergebnis von Kalmar stieg um 24 Prozent und das von Hiab um 41 Prozent. Unsere Maßnahmen zur Lösung der Supply-Chain-Herausforderungen von Hiab, die wir Anfang des Jahres begonnen haben, sind ebenfalls weitergegangen.“

Weiter fügt er hinzu: „Unser Service- und Softwaregeschäft verlief nach Plan. Der Serviceauftragseingang stieg um vier Prozent, während der Serviceumsatz um 13 Prozent stieg. Der Software-Umsatz stieg um 11 Prozent. Der Umsatz unseres Dienstleistungs- und Softwaregeschäfts lag in den letzten 12 Monaten bei rund 1,2 Milliarden Euro, was unserem strategischen Ziel von 1,5 Milliarden Euro entspricht.“


Vertikal Kommentar

Hiab eilt weiter von Hoch zu Hoch und vieles deutet darauf hin, dass sich dies auch im Jahr 2020 fortsetzen wird. So werden bei Hiab jetzt mehrere neue Produkte in Betrieb genommen, und auch der Ruf des Unternehmens erholt sich weiter. Alles in allem befindet sich Hiab auf einem guten Weg. Das abgeschwächte Wachstum beim Auftragseingang ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass sich das Wachstum zu Beginn des neuen Jahres weiter verlangsamen wird, aber nicht auf ein Niveau, das zum jetzigen Zeitpunkt große Sorgenfalten verursachen müsste.

Auf der anderen Seite wird Kalmar, obwohl es sich gut entwickelt hat, sorgenvoll auf den sinkenden Auftragseingang blicken, da die Häfen aufgrund der zunehmend unsicheren Weltwirtschaft Kapitalausgaben und Investitionen verschieben. Das Unternehmen ist bestrebt, seinen Service- und Softwareumsatz zu steigern, um zu versuchen, einige der zyklischen Schwankungen des Marktes auszugleichen.
Alles in allem sind das weitere, gute Zahlen, die eben aber auch die Abschwächung der Märkte zeigen.

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