11.11.2019

Manitowoc kommt wieder

Manitowoc Crane hat ein starkes drittes Quartal in Bezug auf die Rentabilität gemeldet, obwohl sich das Umsatzwachstum verlangsamt hat.

Betrachtet man die Zahlen der ersten neun Monate, so liegt der Gesamtumsatz mit 1,37 Milliarden US-Dollar um drei Prozent über dem Vorjahreswert. Der Vorsteuergewinn ist jedoch von lediglich 3,4 Millionen im vergangenen Jahr auf 47,6 Millionen Dollar in diesem Jahr in die Höhe geschossen und wäre noch höher ausgefallen, wenn es in der ersten Jahreshälfte keine Belastung durch das vorzeitige Ablösen einiger langfristiger Verbindlichkeiten gegeben hätte.

Im dritten Quartal ging der Gesamtumsatz in Dollar leicht auf 448 Millionen zurück. Doch wenn man den Währungsfaktor – den wiedererstarkenden US-Dollar – herausrechnet, lag der Umsatz sogar um 1,5 Prozent über dem Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern im Quartal stieg von mageren 800.000 Dollar vor Jahresfrist auf jetzt 21,2 Millionen US-Dollar, mit Verbesserungen in fast allen Bereichen, von den Bruttomargen bis hin zu den Ausgaben und Zinsaufwendungen. Die Aufträge kommen in diesem Jahr jedoch nicht mehr so locker rein, sodass der Auftragsbestand Ende September um mächtige 33,4 Prozent auf 466,5 Millionen Dollar zusammengeschrumpft ist.

Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gesamtjahresumsatz von 1,85 bis 1,88 Millionen Dollar, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen jedoch einen gewaltigen Vorsteuerverlust, der hauptsächlich auf die Abschreibung einiger Firmenwerte zurückzuführen war. In diesem Jahr sollte dies deutlich besser sein.

Vorstandschef Barry Pennypacker sagt: „Manitowoc hat durch kontinuierliche operative Verbesserungen solide Ergebnisse für das dritte Quartal erzielt, und wir haben unser zehntes aufeinander folgendes Quartal im Vergleich zum Vorjahr mit der Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge erreicht. Unsere Anwendung der Lean-Prinzipien von The Manitowoc Way spiegelt sich weiterhin positiv in unseren Finanzergebnissen wider“, wird er nicht müde zu betonen. „Mit diesem soliden Ergebnis für das Gesamtjahr 2019 haben wir den Mittelwert unserer Prognose für das bereinigte EBITDA angehoben und gleichzeitig die aktuellen Marktbedingungen in unserem Umsatzausblick berücksichtigt.“

Pennypacker resümiert: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir trotz schwieriger Marktbedingungen unsere Verpflichtungen effektiv erfüllen können. Durch die Transformation von Manitowoc in den letzten drei Jahren sind wir besser positioniert, um während des gesamten Zyklus positive Renditen für unsere Aktionäre zu erwirtschaften und gleichzeitig eine angemessene Liquidität zu gewährleisten.“


Vertikal Kommentar

Insgesamt hervorragende Zahlen von Manitowoc, insbesondere in Bezug auf Rentabilitätssteigerungen und Ergebnisqualität. Der Demag-Verkauf an Tadano sollte Manitowoc vor allem für seine Produktlinie Grove All-Terrain-Krane ausgezeichnete Chancen auf Wachstum und Marktanteilszugewinne eröffnen. Der Konzern könnte von weiteren Investitionen in Schlüsselmärkten außerhalb Nordamerikas profitieren, um das Markenimage für seine All-Terrain-Krane zu verbessern und aufzupolieren. Das Unternehmen hat einige der führenden Modelle in seinem Portfolio, aber sie werden nicht immer als gleichwertig mit den Fabrikaten von Liebherr oder Tadano in Bezug auf Qualität oder Zuverlässigkeit angesehen; vielleicht zu Unrecht, da sich ein Großteil davon auf die Wahrnehmung und nicht auf die Tatsachen bezieht.

Obwohl das Ganze etwas negativ klingen mag, liefert Manitowoc dennoch Hinweise darauf, dass es trotz einer Verlangsamung des Gesamtmarktwachstums noch viel weiteres Wachstumspotenzial gibt.

Egal wie man es betrachtet, es sind positive und ermutigende Satz von Zahlen von Manitowoc.

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