26.03.2020

Rosenbauer drosselt Produktion

Ernstfall beim Feuerwehrausstatter: Rosenbauer will die Produktion an den heimischen Standorten vorübergehend drosseln. Grund ist die rasante Verbreitung von Covid-19 in Österreich, gepaart mit den angekündigten Betriebsunterbrechungen einiger Chassishersteller.

Zunächst werden die für August angesetzten Werksferien auf April vorgezogen, und zwar auf den Zeitraum vom 6. bis 17. April. Danach solle Kurzarbeit beantragt werden, wie der Konzern mitteilt. Der Kundenservice soll währenddessen weiterlaufen. Rosenbauer beschäftigt in Österreich knapp 1.600 Mitarbeiter, darunter 110 Lehrlinge, und etwa 340 Zeitarbeitskräfte.

Bitter für das Unternehmen: Rosenbauer ist mit einem Rekordauftragsbestand von über 1,1 Milliarden Euro ins laufende Jahr gestartet und musste eigenen Angaben zufolge bislang noch keine einzige Stornierung hinnehmen.

Dieter Siegel, CEO von Rosenbauer International, erklärt: „Die direkten und indirekten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unser Unternehmen sind im Moment noch begrenzt. Die Materialversorgung funktioniert weitgehend, einzelne Fahrzeugübergaben an Kunden verzögern sich. Doch die Situation ändert sich täglich. Mit der Ankündigung einiger Lieferanten, ihre Produktion temporär zu unterbrechen, ist ein neues kritisches Ereignis eingetreten – und weitere werden folgen.“

Die Verminderung der normalen Arbeitszeit, wie sie das Modell der „Corona-Kurzarbeit“ der österreichischen Bundesregierung vorsieht, soll helfen, die Fahrzeugproduktion für eine bestimmte Zeit kontrolliert zu senken und so die Planbarkeit des Fertigungsprozesses zu verbessern. Auch die Sozialkontakte in der Fertigung könnten so weiter verringert werden, so der Konzern. Auf diese Weise will Rosenbauer möglichst viele Arbeitsplätze langfristig sichern.

Zum Schutz der Mitarbeiter hat der Vorstand die Regierungsmaßnahmen gegen das Coronavirus rasch in Form einer strengen Dienstanweisung geregelt: „Diese umfasst neben den allgemeinen, medizinischen Verhaltensempfehlungen beispielsweise auch die Möglichkeit zur Telearbeit, ein Verbot von persönlichen Präsenzterminen, neue Regeln für die Nutzung der Sozialräume und verkürzte Intervalle für die Reinigung bzw. Desinfektion der Arbeitsplätze.“

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