16.04.2020

Genie fertigt Schutzmasken

Seit Beginn der Coronakrise mangelt es vor allem an einem: an Schutzausrüstung. So auch in der besonders stark betroffenen Region Seattle, das sich zu einem frühen Zentrum der Pandemie in den Vereinigten Statten entwickelte. Nachdem Genie-Mitarbeiter gehört hatten, dass dringend benötigte medizinische Ausrüstung fehlt, machten sie sich kurzerhand daran, selbst persönliche Schutzausrüstung für das medizinische Personal und die Ersthelfer zu entwickeln. Sie tüftelten ein Konzept aus, wie sich solche Schutzausrüstung für ein Krankenhaus vor Ort herstellen lässt.

In einem ersten Schritt entwickelte Jim Donaldson von Genie einen Gesichtsschutz. Der Engineering Design Manager kaufte sich einen Schwamm, ein Gummiband und ein in einer Kunststoffröhre verpacktes Poster. Er schnitt die Röhre zum Schutzschild auf und befestigte daran die Schwammteile und das Gummiband. Mit der Idee rannte er bei Firmenchef Matt Fearon offenen Türen ein.

Das Konzept wurde im Team überarbeitet, dann kam mit der Allegis Corporation ein Zulieferer ins Spiel, der die nötigen Materialien beschaffte und sogar ein spezielles Tool entwickelte, mit dem sich die Schildform ausstanzen lässt. Mit dem veränderten Entwurf gingen sie ins Overlake Medical Center, um Feedback einzuholen.
Einige tausend Masken werden erstmal produziert, dann muss man weitersehen

Am 14. April ist am Genie-Hauptsitz in Redmond nun die Produktion der Gesichtsschutzschilde angelaufen. Pro Minute wird eine Maske gefertigt. Das verfügbare Material dürfte zunächst ausreichen, um 4.000 bis 5.000 solcher Gesichtsschutzschilde für die Klinik herzustellen. Ob das Genie-Team mehr als diese erste Charge produzieren wird, hängt sowohl von der Verfügbarkeit der Materialien als auch vom künftigen Bedarf ab.

Matt Fearon bilanziert: „Ich bin stolz auf die Initiative und Innovation unserer Teammitglieder, aber in keinster Weise überrascht. Unser Team in China ist eingesprungen, indem es tausend N95-Masken per Luftfracht schickte, als es in den USA einen gravierenden Mangel an diesen Masken gab. Wir leben in beispiellosen Zeiten, und zur Bewältigung der Herausforderungen, vor denen wir lokal und global stehen, muss jeder Einzelne alles in seiner Macht Stehende tun, um zu helfen. Ich bin froh, dass wir derart sinnvolle Möglichkeiten gefunden haben, unserer direkten Umgebung zu helfen. Ich könnte nicht stolzer sein, dieses Team in guten wie in schweren Zeiten zu leiten.“
Genie: Not macht erfinderisch

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