15.09.2020

Neue Drehleiter von Rosenbauer

Rosenbauer hat eine neue 27-Meter-Drehleiter, die L27A-XS 3.0, präsentiert. Die neue Plattform mit einer tatsächlichen Arbeitshöhe von 27,6 Metern verfügt über die spezielle XS-Konfiguration mit abneigbarem Korbarm und einem nach innen versetztem Drehgelenk, wodurch sie auch bei sehr engen Platzverhältnissen voll ausgenutzt werden kann. Die L27A-XS 3.0 enthält außerdem die gesamte XS-Technologie der dritten Generation des Herstellers.
Die neue L27A-XS 3.0

Aufgebaut ist die L27A-XS auf ein 2-Achs-Chassis von Mercedes Benz (Atego 1527 F) mit 15 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Der Leitersatz besteht aus einem fünfteiligen Hauptarm mit abneigbarem Korbarm (4,35 Meter), für soliden Stand sorgt eine Waagrecht-Senkrecht-Abstützung mit einer Breite von bis zu 4,80 Meter. Die Neuheit lässt sich bis auf 5,90 Meter an ein Objekt heranstellen und bietet dabei immer noch die volle Performance bei maximaler Zuladung: fünf Personen im Korb.
Kompaktheit ist Trumpf beim neuen Gerät

Die löschtechnische Basisausstattung für die Brandbekämpfung umfasst ein fest montiertes Aluminiumrohr in der Oberleiter, eine in die Korbstruktur integrierte Wasserführung, Mannschutzdüsen im Korbboden und zwei Werfer, die in den Geräteräumen gehaltert und bei Bedarf auf die Korbwasserführung aufgesteckt werden.
Das erste Exemplar geht nach Frankreich

Die erste Einheit wird an die Feuerwehr La Rochelle in Frankreich geliefert. Dank Kompaktdrehgestell gibt es Null Hecküberstand, selbst bei einer 360-Grad-Drehung ragt das Fahrgestell nicht über die Fahrzeugkontur hinaus.

Rosenbauer bringt ebenfalls ein neues System zur Absturzsicherung und Höhenrettung. Es besteht aus bis zu 18 Anschlagpunkten nach EN 795, die im Korb, an dessen Unterseite, an der Leiterspitze, am Knickgelenk des Leitersatzes und am Drehgestell angebracht sind. Die Ösen am Leitersatz und am Drehgestell können auch bei älteren Fahrzeugen nachgerüstet werden.

Auch ein eigenes Höhensicherungsgerät gehört dazu, bei dem sich der Aufrollmechanismus des Sicherheitsgurtes am Mann und nicht, wie üblich, am Anschlagpunkt befindet. Das hat den Vorteil, dass der Fanggurt nicht über Kanten gezogen wird, sondern auch bei Bewegung nur darüber liegt, weil er direkt an der Person abgespult wird. Dadurch sind Einsatzkräfte außerhalb des Korbs optimal gesichert, zum Beispiel wenn sie auf einen Balkon steigen, um einer verletzten Person in den Korb zu helfen, oder wenn sie mehrere Schritte hinaus auf ein Dach machen müssen.

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