29.09.2020

Manitou plant Entlassungen

Nach drei Jahren mit Rekordwachstum will Manitou nun seine Belegschaft verkleinern: Der französische Arbeitsbühnen- und Teleskopladerhersteller hat einen Umstrukturierungsplan vorgelegt, der es dem Unternehmen ermöglichen soll, seinen Personalbestand an den erheblich gesunkenen Umsatz anzupassen. Im ersten Halbjahr 2020 hatte Manitou heftige Einbußen hinnehmen müssen, beim Umsatz um die 35 Prozent, beim Gewinn an die 80 Prozent.

Insgesamt sollen demnach 63 Stellen in den französischen Werken wegfallen, der Hauptteil davon am Stammsitz in Ancenis. In Frankreich beschäftigt der Konzern insgesamt 2.300 Menschen.

Der Zentralausschuss der Arbeitnehmervertreter trat am Montag zusammen, um den Plan und das Anpassungsprojekt zu überprüfen. Die folgende Erklärung wurde abgegeben: „Nach einem langen Wachstumszyklus sieht sich die Manitou-Gruppe seit Mitte 2019 mit einem Abschwung auf ihren Märkten konfrontiert. Die aus der Pandemie resultierende Wirtschaftskrise hat diesen Abwärtstrend noch verstärkt. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet die Gruppe mit einem Umsatzrückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019.“

Weiter heißt es: „Sobald die ersten Anzeichen der Krise auftraten, hat die Gruppe eine Reihe von gesundheitlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter und zur Erhaltung ihrer finanziellen Situation ergriffen. In dieser Kontinuität sieht das heute dem Zentralausschuss der Arbeitnehmervertreter vorgestellte Projekt einen Abbau von 63 indirekten Stellen innerhalb von Manitou BF (Frankreich) vor.“ Wer aus freien Stücken gehen will, hieß es, dem würden keine Steine in den Weg gelegt, um so die Zahl der Zwangsentlassungen zu begrenzen.

Hinzu kommen weitere Maßnahmen, die der Konzern bereits in anderen Ländern – insbesondere in den Vereinigten Staaten, Indien und Brasilien – umgesetzt hat, sowie der Beschluss des Verwaltungsrats, keine Dividende auszuzahlen.


Vertikal Kommentar

Dieser Schritt ähnelt den Bemühungen anderer Unternehmen, aber in Frankreich wie auch in einigen anderen Ländern müssen große Unternehmen einen formellen Plan hierfür einreichen.

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