18.03.2026

Spektakuläre Demontage in schwindelerregender Höhe

Präzisionsarbeit in 50 Metern Höhe: Ein Jahr lang arbeitete der Liebherr-Obendreherkran 340 EC-B bei einem Bauprojekt in der Eichbaumsiedlung an der Filchnerstraße in Mülheim an der Ruhr und hob unter anderem großformatige Bauelemente. So weit, so alltäglich.

Spektakulär wurde es, als der Kran nicht mehr benötigt wurde, beim Abbau. Es folgte eine Luftdemontage unter anspruchsvollen Bedingungen. Doch der Reihe nach.
Anspruchsvolle Luftdemontage in 50 Metern Höhe… (Foto: © SWB Mülheim | PR-Fotografie Köhring)

…an der Filchnerstraße in Mülheim an der Ruhr (Foto: © SWB Mülheim | PR-Fotografie Köhring)

Im Rahmen des Neubauprojekts entstehen bis 2027 insgesamt 126 Mietwohnungen: einige Gebäude in Massivbauweise, andere in innovativer Holzbauweise. Die Holzfertigmodule – großformatig, schwer und empfindlich – erforderten eine Krantechnik, die hohe Traglasten und maximale Präzision miteinander kombiniert.

Daher fiel die Wahl auf den Liebherr 340 EC-B mit seiner Ausladung von 75 Metern und einer Hakenhöhe von etwa 50 Metern. Die Einsatzdauer umfasste rund zwölf Monate. Unterstützt wurde der Kran im späteren Verlauf durch zwei weitere Turmdrehkrane des schwäbischen Kranherstellers, und zwar zwei Schnelleinsatzkrane, einen 125 K und einen 53 K.
Am Seil gesichert, stiegen die Monteure in 50 Meter Höhe (Foto: © SWB Mülheim | PR-Fotografie Köhring)

Als die Hauptrohbauarbeiten abgeschlossen waren, erfolgte im Dezember 2025 die Demontage des Krans. Da sich in der Nähe eine Schule befindet, war der ursprünglich vorgesehene Platz für die Demontage des Obendrehers nur eingeschränkt nutzbar. Also entschied man sich für eine Luftdemontage. Diese Art des Kranabbaus zählt zu den anspruchsvollsten Arbeiten in der Turmdrehkranmontage und ist nur durch regelmäßig geschulte, absolut höhensichere Monteure möglich.
Unter freiem Himmel lösten sie die Segmente des 75 Meter langen Auslegers (Foto: © SWB Mülheim | PR-Fotografie Köhring)

Gesichert am Seil, stiegen die Liebherr-Monteure gemeinsam mit zwei externen Kollegen in 50 Meter Höhe und lösten unter freiem Himmel Bolzen um Bolzen und trennten die jeweils rund 10 Meter langen Segmente des 75-Meter-Auslegers. Parallel nahm ein Mobilkran mit 230 Tonnen Traglast jedes Segment millimetergenau auf und übergab es an die vorbereiteten Tieflader. Insgesamt zehn Transporte kamen so zustande. Die Rückmeldungen auf den Einsatz seien durchweg positiv gewesen, so der Hersteller.

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