05.02.2021

Tadano rutscht in die roten Zahlen

Der japanische Kran- und Arbeitsbühnenhersteller Tadano hat für die ersten neun Monate des Jahres einen geringeren Umsatz und einen höheren Verlust als ursprünglich prognostiziert gemeldet.

Der Gesamtumsatz für die neun Monate bis Ende Dezember fiel im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 132,5 Milliarden Yen (1,05 Milliarden Euro), mit einem Vorsteuerverlust von 7,29 Milliarden Yen (57, 75 Millionen Euro), verglichen mit einem Gewinn von 9,4 Milliarden Yen (74,5 Millionen Euro) im Vorjahr. Die außergewöhnlichen Posten beliefen sich auf insgesamt 5 Milliarden Yen (knapp 40 Millionen Euro), verglichen mit einem einmaligen Gewinn von 679 Millionen Yen (5,4 Millionen Euro) im letzten Jahr. Das Demag-Geschäft verzeichnete einen operativen Verlust von 4,6 Milliarden Yen (36,5 Millionen Euro), während Tadanos Stammgeschäft einen operativen Gewinn von 2,7 Milliarden Yen (21,4 Millionen Euro) erzielte.

Aufschlüsselung der Umsätze nach Typ:
Mobilkrane machten mit umgerechnet 617 Millionen Euro fast 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus; ein Rückgang von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz in Japan ging um gut 20 Prozent auf 192 Millionen Euro zurück, und auch der Export von Mobilkranen verringerte sich um 16,5 Prozent auf 426 Millionen Euro.

Der Umsatz mit Ladekranen sank um 14,9 Prozent auf 111,7 Millionen Euro. Dafür wuchs der Umsatz mit Arbeitsbühnen um fast ein Prozent auf 96,7 Millionen Euro. Die sonstigen Umsätze wie Ersatzteile, Service und Gebrauchtgeräte legten um fast 11 Prozent auf 224,2 Millionen Euro zu.

Exportumsatz - alle Produkte nach Regionen:
In Europa stieg der Umsatz um 31 Prozent auf knapp 165 Millionen Euro, dank der Hinzunahme des Demag-Geschäfts. Die Umsätze in Nordamerika beliefen sich auf 218 Millionen Euro, ein Rückgang von 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Südamerika war der Umsatz mit 19 Millionen Euro um fast 23 Prozent niedriger als zuvor. In Asien sanken die Auslieferungen um 17,2 Prozent auf 66,5 Millionen Euro. Der Umsatz im Nahen Osten lag mit 38 Millionen Euro um 10,4 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Umsätze in anderen Regionen, zu denen Australien, Ozeanien und die GUS-Staaten gehören, lagen mit 54,7 Millionen Euro um 20 Prozent unter den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020.

Das Unternehmen hat auch seine Gesamtjahresprognose für das am 31. März 2021 endende Geschäftsjahr aktualisiert, obwohl sich der Gesamtumsatz mit 1,44 Millairden Euro nicht geändert hat. Der Konzern rechnet nun mit einem Gesamtverlust vor Steuern von 86 bis 87 Millionen Euro, der zusätzliche 24 Millionen Euro zur Deckung von Strafen aus dem Umweltberichtsproblem in den USA beinhaltet – siehe: Umweltstrafe für Tadano.

Tadano hat auch ein Diagramm der Nachfrageschwankungen für das Kalenderjahr veröffentlicht, das interessant ist und zeigt, dass Japan am deutlichsten an Fahrt gewonnen hat, während das Geschäft in allen Regionen außer Nordamerika und Europa zumindest im vierten Quartal angezogen hat. Allerdings stehen diese beiden Regionen für 68 Prozent aller Exporte.

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