11.05.2021

Palfinger startet stark

Palfinger meldet ein starkes erstes Quartal, trotz der Cyber-Attacke, die das Unternehmen im Januar einige Wochen der Produktion gekostet hat.

Der Gesamtumsatz stieg um 3,2 Prozent auf 405,9 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern um 47,2 Prozent auf 38,4 Millionen Euro. Das Unternehmen teilt mit, dass der Auftragseingang besonders hoch war und der Auftragsbestand ein Rekordniveau erreicht hat, nennt aber keine Zahlen. Die Nettoverschuldung am Ende des Quartals wurde von 540 Millionen Euro auf 386 Millionen Euro gesenkt.

Für das Jahr 2021 wird nun ein Rekordjahr mit einem Umsatz in der Größenordnung von 1,75 Milliarden Euro und mit einem Vorsteuergewinn von voraussichtlich 140 Millionen Euro prognostiziert. Außerdem erwarten die Verantwortlichen nun, dass im Jahr 2024 die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro geknackt wird.

CEO Andreas Klauser sagt: „Palfinger hatte Ende Jänner aufgrund einer Cyberattacke einen zweiwöchigen Produktionsausfall zu verkraften, dessen Folgen so schnell wie möglich kompensiert werden. Daher werden in unseren Werken Sonderschichten eingelegt. Wir haben schnell und effizient auf den Cyberangriff reagiert, den Schaden erfolgreich begrenzt und die Produktion in kürzester Zeit wieder hochgefahren.“

Klauser weiter: „Die weltweite wirtschaftliche Erholung spiegelt sich bei Palfinger in einem guten Auftragseingang und damit vollen Auftragsbüchern wider, daher sind alle Werke voll ausgelastet. Für China wird ein Wirtschaftswachstum von 8,4 Prozent prognostiziert, für die USA 6,4 Prozent und für Europa 4,4 Prozent. Der Aufschwung wird vor allem von der Bauwirtschaft getragen. Zusätzlich entwickelt sich die Forstwirtschaft sehr positiv. Allerdings wird der Aufschwung von steigenden Rohstoffpreisen begleitet, was zu höheren Kosten entlang der Lieferkette führt. Wir müssen auch das Risiko einer begrenzten Materialverfügbarkeit im Auge behalten.“


Vertikal Kommentar

Dies ist ein bären-, wenn nicht gar bullenstarker Quartalsbericht des österreichischen Konzerns, der sowohl beim Umsatz als auch, was noch wichtiger ist, bei der Profitabilität deutlich zulegt. Das Unternehmen ist dabei, die wenig erfolgreiche Überkreuzbeteiligung mit Sany zu lösen und Rekordinvestitionen in die bestehenden Aktivitäten zu tätigen, um das Umsatzziel von zwei Milliarden Euro so schnell wie möglich zu erreichen.

Für 2021 sieht alles sehr positiv aus, was das Unternehmen in eine sehr gute Position für ein weiteres Rekordjahr 2022 bringen sollte. Die einzige Ungewissheit, die alle Hersteller beunruhigt, ist die drohende Gefahr von Material- und Bauteilknappheit, angefangen beim aktuellen Mangel an Mikrochips.

Die Zeit wird zeigen, wie sich das alles entwickelt, aber diejenigen Unternehmen, die gute Beziehungen zu ihren Lieferanten pflegen und die rechtzeitig faire Preise zahlen, werden am ehesten in der Lage sein, etwaige Engpässe mit den geringsten Problemen zu überstehen.

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