23.11.2021

Vollelektrischer Portalkran für Euroports

Liebherr wird 2022 einen vollelektrischen Portalkran an Euroports Germany liefern. Alle Kranbewegungen des 2018 vorgestellten Modells erfolgen mittels emissionsfreier Elektromotoren. Euroports erhöht mit dieser nachhaltigen Investition seine (Um-)Schlagzahl im Bulk-Terminal des Rostocker Überseehafens.

In den letzten dreieinhalb Jahren hat Liebherr Rostock bereits zahlreiche vollelektrische Hafenmobilkrane an internationale Kunden verkauft. Das Gerät für Euroports Germany ist nun das erste in Europa.

In den vergangenen Jahren hat Euroports Germany bereits in zwei LHM 550 für sein General Cargo Terminal im Rostocker Überseehafen investiert, in dem eifrig Windenergieanlagen und Container umgeschlagen werden. Das ebenso gestiegene Schüttgutaufkommen veranlasste Euroports sogar dazu, kurzfristig einen Liebherr Hafenmobilkran vom Typ LHM 280 in Betrieb zu nehmen.

Um die Umschlagsleistung weiter zu erhöhen und notwendigen Ersatz für zwei Hafenkrane zu schaffen, hat das Unternehmen nun den LPS 420 E bestellt. Das Gerät soll im Sommer 2022 an ausgeliefert werden.

„Die Umschlagsleistung an unserem Bulk-Terminal wollen wir weiter verstärken. Im kommenden Jahr investieren wir nicht nur in einen neuen Kran, um noch leistungsfähiger zu sein, sondern wir wollen auch unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, so Karsten Lentz Geschäftsführer der Euroports-Germany-Gruppe. „Der LPS 420 E wird zukünftig für den Umschlag von allen Güterarten auf diesem Terminal eingesetzt. Dazu zählen neben Baustoffen auch Erze, Kalk, Gips, Holzhackschnitzel und vieles mehr.“
Der LPS 420 E

Der LPS 420 E ist für Häfen und Terminals mit elektrischer Infrastruktur konzipiert. Alle Kranbewegungen wie Wipp-, Hub-, Schwenk- und Fahrbewegungen erfolgen nicht hydraulisch, sondern mittels emissionsfreier Elektromotoren. Mit einer maximalen Reichweite von bis zu 48 Metern können Schiffe bis zur Post-Panamax-Klasse bedient werden. Der LPS 420 E hat eine maximale Hubkapazität von bis zu 124 Tonnen.

Die Hauptkomponenten des E-Antriebs sind flüssigkeitsgekühlt, und die Wärme wird über Wärmetauscher abgeführt, die außerhalb des Krans angebracht sind. Die Maschine ist mit hocheffizienten Leistungsspeichern ausgestattet, um die Spitzenlast in der Hauptstromversorgung des Krans zu reduzieren und regenerative Energie innerhalb der Anlage zu nutzen.

Die Elektrifizierung der Antriebe erreicht auch in der maritimen Industrie eine neue Qualität, wie Liebherr zuletzt mitgeteilt hat. Der Konzern berichtet von einer deutlichen Schwerpunktverlagerung zugunsten elektrifizierter Krane.

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