01.08.2022

Eine Milliarde im halben Jahr

Palfingers Gesamtumsatz lag mit 1,04 Milliarden Euro um 17,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies ist auf höhere Umsätze in Nord- und Südamerika zurückzuführen, während sich das Wachstum auf dem europäischen Hauptmarkt angesichts des Krieges in der Ukraine etwas verlangsamte. Allerdings sind die Gewinne rückläufig.
Der Gewinn vor Steuern sank um gut 14 Prozent auf 75,1 Millionen Euro. Der Großteil des Rückgangs ist direkt auf eine niedrigere Bruttomarge aufgrund höherer Komponenten- und Rohstoffkosten sowie auf Produktionsunterbrechungen zurückzuführen.

Die Nettoverschuldung belief sich am Ende des Berichtszeitraums auf 604,1 Millionen Euro, was einem Anstieg von mehr als 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dafür gibt es mehrere Gründe, darunter deutlich höhere Vorräte, die Rückabwicklung der Überkreuzbeteiligungen mit Sany, die mit einigen Aktienrückkäufen verbunden war, sowie der Erwerb der 35 Prozent am französischen Unternehmen Guima Palfinger und die 40 Prozent an der portugiesischen Comercio e Aluguer de Maquinas

Zum Auftragsbestand für Ende Juni gibt Palfinger keine detaillierten bekannt, sagt aber, dass dieser bereits „bis ins zweite Quartal 2023 reicht, also etwa zwei Milliarden Euro.“
Als Teil seiner Strategie für die Zukunft führt das Unternehmen mit Beginn des neuen Jahres die dynamische Preisgestaltung ein. Dabei handelt es sich um ein indexbasiertes und flexibles Preismodell, mit dem das Unternehmen schnell auf steigende oder fallende Kosten reagieren kann. Der Vorstandsvorsitzende Andreas Klauser sagt dazu: „Auf diese Weise gewährleisten wir Transparenz, eine sofortige und direkte Weitergabe der Kosten und damit eine stabilisierte Profitabilität.“

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