14.12.2023

Deutz kauft bei Rolls-Royce

Rolls-Royce und die Deutz AG haben eine Grundsatzvereinbarung zum Verkauf des Geschäfts mit Off-Highway-Motoren im unteren Leistungsbereich bis 480 kW an die Deutz AG für einen Betrag im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vereinbart.

Deutz erwartet nach Abschluss der Vereinbarung einen jährlichen Zusatzumsatz von rund 300 Millionen Euro mit einer EBIT-Marge, die über der aktuellen Deutz-Konzernmarge liegt.

Vorbehaltlich einer finalen Vereinbarung übernimmt Deutz den Vertrieb und Service für die entsprechenden Motoren. Konkret geht es um Motoren der mtu-Baureihen 1000, 1100, 1300 und 1500 und der Classic-Baureihen OM900 und OM460 in einem Leistungsbereich von 75 bis 480 Kilowatt. Zum Einsatz kommen diese Motoren in diversen Off-Highway-Anwendungen, vor allem im Agrar- und Baumaschinenbereich. Auch die Serviceaktivitäten für die sich bereits im Einsatz befindlichen Motoren werden von Deutz übernommen. Insgesamt ist in diesem Bereich lediglich eine Mitarbeiteranzahl „im zweistelligen Bereich“ tätig.

„Mit der Übernahme der Vertriebs- und Serviceaktivitäten von Rolls-Royce Power Systems gehen wir einen nächsten bedeutenden Schritt, um im Geschäft mit modernen Verbrennungsmotoren weiter zu wachsen“, sagt Deutz-CEO Sebastian Schulte. „Das ist ein wichtiger Baustein, um die Konsolidierung des Marktes aktiv mitzugestalten.“

Tufan Erginbilgic, CEO von Rolls-Royce plc, sagt: „Dies ist ein klares Beispiel für die konsequente Umsetzung unserer Strategie. Wir konzentrieren uns stärker auf die Geschäftsfelder, in denen Rolls-Royce die größten Potenziale sieht. Power Systems ist ein integraler Bestandteil unseres Unternehmens mit einer starken Marke und Wettbewerbsposition in den Märkten Energieversorgung, Behördengeschäft und Schifffahrt. In diesen Bereichen sehen wir die größte Nachfrage und Chance für starkes profitables Wachstum mit unseren leistungsfähigen und zuverlässigen Lösungen.“

Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems führt das Geschäftsfeld bis zum Abschluss des Übergangs unverändert fort. Der Abschluss wird vorbehaltlich der Erteilung der nötigen behördlichen Genehmigungen für Mitte 2024 erwartet.

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