27.03.2024

Wacker Neuson setzt über 2,6 Milliarden um

Die Vier im Visier: Die Wacker Neuson Group ist im Geschäftsjahr 2023 erneut deutlich gewachsen und hat gleichzeitig an Profitabilität zugelegt. Und das trotz eines im Jahresverlauf zunehmend schwächer werdenden Wirtschaftsumfelds, das den Hersteller vor mehr und mehr Schwierigkeiten stellte, so beispielsweise ein höherer Bestand an fertigen Maschinen.

Der Umsatz stieg kräftig um 17,9 Prozent auf 2,655 Milliarden Euro gegenüber 2,252 Milliarden Euro im Jahr 2022. Dabei legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional um 35,4 Prozent auf 273,2 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge lag mit 10,3 Prozent über dem Vorjahr; damals waren es 9,0 Prozent. Im EBIT enthalten sind zwei Sondereffekte aus der Veräußerung von nicht mehr betriebsnotwendigem Anlagevermögen in Höhe von 15,5 Millionen Euro und dem Verkauf von Design und technischem Knowhow in Höhe von 11 Millionen Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat werden auf der am 15. Mai 2024 stattfindenden Hauptversammlung eine Ausschüttung von 1,15 Euro (2022: 1,00 Euro) je dividendenberechtigter Aktie vorschlagen.

Die Anhängigkeit des Konzerns von der Region Europa (EMEA) hat weiter zugenommen. Der Umsatz in der Region erhöhte sich um 18,3 Prozent auf 2,022 Milliarden Euro. Ihr Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich leicht von auf 75,9 Prozent (2022) auf nunmehr 76,2 Prozent. Neben dem Heimatmarkt Deutschland konnte Wacker Neuson auch in den beiden großen Baumaschinenmärkten Frankreich und Schweiz kräftig zulegen.

Auch in Kanada und den Vereinigten Staaten sah sich der Konzern mit einer überaus starken Nachfrage konfrontiert und konnte seinen Umsatz in der Region Amerikas um 21,2 Prozent steigern. Dafür ging der Umsatz im Asien-Pazifik-Raum um knapp 9 Prozent auf 76 Millionen Euro zurück.

„Das Geschäftsjahr 2023 begann mit dynamischem Wachstum, das im zweiten Halbjahr zunehmend von rezessiven Tendenzen in vielen Bereichen der Wirtschaft abgelöst wurde“, erläutert Firmenchef Dr. Karl Tragl. „Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenparameter zum Jahresanfang 2024 sehr unsicher sind, fühlen wir uns gut gerüstet. Wir werden das Jahr nutzen, um Strukturen und Flexibilität weiter zu verbessern, Effizienz zu steigern und um gezielt den nächsten Wachstumsschritt vorzubereiten“, so der Vorstandsvorsitzende und CEO der Firmengruppe.

Denn das Ziel ist klar formuliert: Bis 20230 will der Konzern die 4-Milliarden-Marke beim Umsatz schaffen. „Die Umsetzung entlang von zehn strategischen Hebeln soll langfristig zu einem Umsatz von vier Milliarden Euro und einer EBIT-Marge von über 11 Prozent führen.“

Doch auf dem Weg dahin dürfte es erst einmal rumpeln. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen die Verantwortlichen mit einer stagnierenden bis leicht rückläufigen Entwicklung, sowohl in den drei Berichtsregionen als auch in den drei Geschäftsbereichen Baugeräte, Kompaktmaschinen und Dienstleistungen. Angepeilt ist ein Umsatz in der Größenordnung von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 8,0 und 9,0 Prozent.

Für 2025 rechnet der Vorstand dann mit einer Erholung des Konzernumsatzes bei leicht steigender Profitabilität. „Langfristig ist die Wacker Neuson Group überzeugt, dass globale Megatrends weiterhin ein chancenreiches Umfeld für das Geschäftsmodell bieten“, heißt es abschließend.

Kommentare