3, 2, 1: Drei Scheuerle Bladelifter sind im Einsatz für den Windpark Bad Berleburg im Sauerland.
Insgesamt 60 Rotorblätter des Typs E-175 EP5 E1 mit einer Länge von jeweils 85,85 Metern werden mit drei Bladeliftern, montiert auf 16 Achslinien SPMT, über mehrere Etappen sicher zum Einsatzort gebracht.
Die Kombination aus Zugmaschine und Transportequipment erreicht im gezogenen Betrieb Gesamtlängen von über 100 Metern, im Selbstfahrermodus knapp darunter
Die Strecke ist in drei Etappen mit einer Gesamtlänge von rund 45 Kilometern unterteilt. In den ersten beiden Abschnitten über 25 und 12 Kilometer werden die Bladelifter im gezogenen Betrieb eingesetzt. Auf der finalen Etappe über 8 Kilometer wechseln dieselben Kombinationen in den selbstfahrenden Modus. Die eingesetzten Transportkombinationen erreichen dabei Längen von bis zu 103 Metern im gezogenen Betrieb sowie 96 Metern im selbstfahrenden Einsatz.
Im Windpark Bad Berleburg entstehen insgesamt 20 neue Windkraftanlagen Enercon E-175 EP5 E1. Vom Umladeplatz werden die Rotorblätter mit drei Bladelifter-Kombinationen bis zum 45 Kilometer entfernten Windpark transportiert.
Der Aufstellwinkel der Rotorblätter variiert je nach Streckenanforderung zwischen 21 und 46 Grad. Dabei war das ganze Programm an anspruchsvollen Aufgaben aufgeboten: enge Serpentinen, Bäume, Unterführungen, Ortsdurchfahrten sowie ein Aquädukt entlang einer ehemaligen Bahntrasse.
Durch das Anheben des Rotorblatts können Hindernisse wie Bäume oder Infrastruktur überwunden werden
„Die Herausforderung liegt vor allem in der Kombination aus anspruchsvoller Strecke und wechselnden Bedingungen. Enge Kurven, unterschiedliche Höhenlagen sowie Witterungseinflüsse wie Wind und Nebel erfordern jederzeit volle Kontrolle über das Rotorblatt. In solchen Situationen zeigt sich, wie entscheidend Erfahrung und eingespielte Abläufe im Team sind“, betont Björn Feddermann, Global Logistics Projektmanager für SPMT im Team Enercon SPMT & Cranes.
Steil stellt steil: Vorteil des Bladelifters: Durch das gezielte Anheben der Rotorblätter können Hindernisse wie Bäume überwunden werden. Die Transporte erfolgen sowohl tagsüber als auch in Nachtfahrten.
Anspruchsvolle Steigungen inklusive: Innerhalb des Windparks müssen Steigungen von bis zu 16 Prozent bewältigt werden
Zwei der Windkomponenten-Transportsysteme werden vom Trierer Schwerlastlogistiker und Kranvermieter Steil Kranarbeiten betrieben, ein weiteres vom Windanlagenbauer Enercon selbst. Die gleichzeitige Koordination der drei Teams sowie die Abstimmung mit weiteren Transporten von Turmsegmenten und Anlagenkomponenten erforderten eine präzise Planung und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, berichtet der Pfedelbacher Spezialist.
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