Eingleisige Engstelle: So nennt die Schweizer Bundesbahn SBB einspurige Streckenabschnitte. Vor Kurzem, an den ersten beiden Mai-Wochenenden, hat die Emil Egger AG aus der Schweiz einen in jeder Hinsicht bewegenden und erhebenden Einsatz hingelegt und einen wichtigen Bauabschnitt in der aktuellen Sanierung der Reussbrücke in Luzern gemeistert.
Das Brückenteil ist 47 Meter lang und 185 Tonnen schwer
Die denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke, über die täglich rund 200 Züge rollen, wird aktuell umfassend erneuert. Die letzte große Sanierung fand 1987 statt und liegt damit knapp 40 Jahre zurück.
Zwei Schritte, ein Zeitfenster: Zunächst sollte die Hilfsbrücke ausgehoben und anschließend das zweite sanierte Brückenteil eingehoben werden. (Das erste Brückenteil war bereits vor einem Jahr eingesetzt worden.)
Mit rund 185 Tonnen und 47 Metern Länge pro Brückenelement war höchste Präzision gefragt – vom ersten Zentimeter bis zur finalen Position, berichtet der renommierte Krandienstleister aus St. Gallen.
Der LR 11000 hat das Brückenelement am Haken
Zum Einsatz kam „ein perfekt abgestimmtes Setup“, so das Unternehmen, und zwar:
• ein Großraupenkran LR 11000 für die Hübe
• ein THP-Anhänger für den Verschub der Brückenteile
• zwei Schwerlastzugmaschinen für das kontrollierte Ziehen und Positionieren
THP (Trailer Heavy Platform)-Anhänger sind modulare Schwerlastplattformen (Tieflader), die speziell für extrem schwere und große Lasten ausgelegt sind. Durch ihre Bauweise können sie flexibel kombiniert werden und verteilen das Gewicht optimal auf viele Achsen – ideal für Bauteile wie Brückenelemente.
Und das Resümee? „Routine? Nicht ganz“, teilt die Emil Egger AG mit. „Auch wenn solche Einsätze für unser Team zum Alltag gehören – einfach ist das Ganze nie. Jede Brücke ist anders, jeder Zentimeter zählt und manchmal auch das Bauchgefühl des Fahrers oder Kranführers.“ Das scheint mal wieder gut gepasst zu haben.
Schau, wie lustig: Schaulustige beobachten den spektakulären Einsatz vom Xylophonweg am linken Reussufer aus
Kommentare