20.07.2026

Alimak fährt langsam hoch

Die schwedische Alimak-Gruppe, ein internationaler Anbieter von Bauaufzügen, Mastkletterbühnen und Höhenzugangstechnik, hat für das erste Halbjahr einen leichten Rückgang bei Umsatz und Auftragseingang gemeldet. Allerdings zeigten sich im zweiten Quartal positive Tendenzen, und der Gewinn vor Steuern fiel deutlich höher aus.

Ergebnis der Gruppe im ersten Halbjahr
Der Gesamtumsatz für die sechs Monate bis Ende Juni belief sich auf 3,41 Milliarden Schwedische Kronen (308,7 Millionen Euro), was einem Rückgang von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Auftragseingang sank um 5,3 Prozent auf 3,53 Milliarden Schwedische Kronen (319,6 Millionen Euro).
Der Gewinn vor Steuern ging jedoch um 15 Prozent auf 437 Millionen Schwedische Kronen (39,6 Millionen Euro) zurück; ursächlich hierfür waren geringere Volumina und höhere Betriebskosten, die teilweise durch niedrigere Finanzierungskosten ausgeglichen wurden. Schließlich wurde die Nettoverschuldung um knapp drei Prozent auf 2,55 Milliarden Schwedische Kronen (213,7 Millionen Euro) reduziert.

Der Konzernumsatz setzt sich wie folgt zusammen:

Bauwesen:
Umsatz: 679 Millionen Schwedische Kronen (61,5 Millionen Euro), -17,2 %
Auftragseingang: 758 Millionen Schwedische Kronen (68,6 Millionen Euro), -7,2 %
Betriebsergebnis: 67 Millionen Schwedische Kronen (6,1 Millionen Euro), +49,9 %

Fassadenzugangssysteme:
Umsatz: 917 Millionen Schwedische Kronen (83,0 Millionen Euro), -6,6 %
Auftragseingang: 863 Millionen Schwedische Kronen (78,1 Millionen Euro), -8,9 %
Betriebsergebnis: 115 Millionen Schwedische Kronen (10,4 Millionen Euro), +12,8 %

Industrie:
Umsatz: 789 Millionen Schwedische Kronen (71,4 Millionen Euro), +4,7 %
Auftragseingang: 844 Millionen Schwedische Kronen (76,4 Millionen Euro), -7,6 %
Betriebsergebnis: 189 Millionen Schwedische Kronen (17,1 Millionen Euro), -2,7 %

Windenergie:
Umsatz: 399 Millionen Schwedische Kronen (36,1 Millionen Euro), +20,6 %
Auftragseingang: 429 Millionen Schwedische Kronen (38,8 Millionen Euro), +14,3 %
Betriebsergebnis: 86 Millionen Schwedische Kronen (7,8 Millionen Euro), +30,2 %

Höhensicherungslösungen:
Umsatz: 655 Millionen Schwedische Kronen (59,3 Millionen Euro), -2,3 %
Auftragseingang: 660 Millionen Schwedische Kronen (59,8 Millionen Euro), -5,4 %
Betriebsergebnis: 121 Millionen Schwedische Kronen (10,9 Millionen Euro), -3,5 %

Ergebnis des zweiten Quartals
Der Umsatz lag mit 1,76 Milliarden Schwedische Kronen (159,4 Millionen Euro) um 1,6 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau, während der Auftragseingang um 1,2 Prozent auf 1,74 Milliarden Schwedische Kronen (157,5 Millionen Euro) stieg. Das Ergebnis vor Steuern ging um 4,9 Prozent auf 235 Millionen Schwedische Kronen (21,3 Millionen Euro) zurück.

CEO Ole Kristian Jødahl erklärt: „Das zweite Quartal war durch eine stabile Leistung und eine solide Umsetzung in den meisten Bereichen der Gruppe gekennzeichnet. Vier der fünf Geschäftsbereiche entwickelten sich gut; der Cashflow stärkte sich erheblich, und die Rentabilität verbesserte sich im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen. Gleichzeitig war der Geschäftsbereich Construction weiterhin von ungünstigen Marktbedingungen betroffen und lieferte in diesem Quartal ein enttäuschendes Ergebnis.“

„Der Krieg im Nahen Osten hat für Unsicherheit gesorgt und zu Verzögerungen in bestimmten Geschäftsbereichen geführt, insbesondere im Bereich Facade Access. Stornierungen haben wir jedoch nicht verzeichnet. Im Juli unterzeichneten wir eine Vereinbarung zur Übernahme von Pro-Bel, einem hochprofitablen nordamerikanischen Anbieter von Lösungen für Fassadenzugang und Absturzsicherung. Die Übernahme stärkt den Bereich Facade Access, erweitert unser Angebot und vergrößert unsere Präsenz im Segment für niedrige und mittelhohe Gebäude. Auch die Übernahme von Fuji Lifts in Australien stärkt unser Angebot an Seilaufzügen – ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“


Vertikal Kommentar

Dies sind keine schlechten Zahlen für Alimak. Das Unternehmen durchläuft einen stetigen Wandel und verringert die Abhängigkeit von den stärker zyklischen Elementen seines Geschäfts durch beträchtliche Übernahmen. Diese sind zwar weiterhin im Bereich Höhenzugang angesiedelt, aber weniger anfällig für die Schwankungen der Baukonjunktur.

Zudem hat das Unternehmen seine After-Sales-Aktivitäten in allen Geschäftsbereichen intensiviert, um bei baubezogenen Tätigkeiten weniger stark vom Verkauf von Neuanlagen abhängig zu sein – zuletzt auch durch gezielte Ergänzungsübernahmen („Bolt-on-Akquisitionen“) für die neuen Geschäftsbereiche.

Gleichzeitig reduziert das Unternehmen seine Nettoverschuldung und ergänzt die bereits übernommenen Geschäftsbereiche durch kleinere Zukäufe. Die Integration der übernommenen Unternehmen scheint gut gelungen zu sein; auch wenn die aktuellen Zahlen eher verhalten ausfallen, bleibt der zugrundeliegende Trend positiv.

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