30.01.2020

Kran fällt auf Supermarkt-Baustelle um

Am Mittwoch ist im nordbadischen Malsch ein Mobilkran umgestürzt. Gegen Mittag ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein mobiler 90-Tonnen-Kran in der Sezanner Straße umgekippt sei. Ein Kranfahrer der Firma Scholpp war mit seinem Kranwagen bei Umbauarbeiten an einem Discounter aktiv. Aus bislang noch nicht bekannten Gründen fiel der Kran um und stürzte in eine angrenzende Grünfläche. Hierbei wurde auch eine danebenliegende Privatstraße beschädigt. Immerhin lief das Ganze relativ glimpflich ab: Der 56-jährige Kranfahrer wurde laut ersten Berichten leicht verletzt und in einem Krankenhaus behandelt, doch später hieß es, ihm gehe es gut und er sei unverletzt, so sein Arbeitgeber (siehe unten). Die Höhe des Sachschadens kann noch nicht beziffert werden, dürfte aber in die Hunderttausende gehen. Die Bergung des Kranfahrzeugs soll voraussichtlich bis Donnerstag andauern, hieß es seitens der Polizei.

Die betroffene Firma Scholpp Kran & Transport hat dazu am selben Tag auf ihrer Facebookseite eine Stellungnahme veröffentlicht. Diese lautet:

„Liebe Leserinnen und Leser,
bedauerlicherweise kam es heute Vormittag auf einer unserer Baustellen, trotz aller eingehaltenen Sicherheitsmaßnahmen, zu einem Vorfall mit einem Kran (Liebherr LTM 1090-4.2). Der neue, hochmoderne Kran wurde von einem regelmäßig geschulten, sehr erfahrenen Kranführer bedient.
Trotz VarioBase und aller eingehaltenen Sicherheitsmaßnahmen stürzte der Kran über die lastabgewandte Seite um. Zuvor hatte der Kran bereits zwei Tage am gleichen Standplatz gearbeitet. Wir vermuten, dass die starken Regenfälle den frisch aufgeschotterten Boden unter den Stützen unterspült [haben] und somit die Stütze nachgegeben hat.
Das Wichtigste für uns und alle Beteiligten nach diesem Schreck ist, dass es keinen Personenschaden gegeben hat und es unserem Kranfahrer gut geht! Der Vorfall wird sorgfältig analysiert. Derzeit läuft die Bergung.“

UPDATE: Zur Bergung des havarierten Krans hat Scholpp einen 130-Tonnen- und einen 300-Tonner nach Malsch geschickt. Als das nicht reichte, wurde im Verlauf des Abends auch noch ein 750-Tonner hinterhergeschickt. Wenige Stunden nach seinem Eintreffen hatte der Koloss seinen kleineren Bruder gegen fünf Uhr heute Morgen wieder aufgerichtet.

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