14.02.2020

Maues Schlussquartal für Genie

Terex hat seine Ergebnisse für das Gesamtjahr veröffentlicht, die wesentlich abgeschwächte Geschäfte bei Genie im vierten Quartal offenbaren.

Die Terex-Gruppe als Ganzes meldete für das Gesamtjahr 2019 einen um fast vier Prozent niedrigeren Umsatz von 4,35 Milliarden Dollar, während der Gewinn vor Steuern um 13,5 Prozent auf 247,5 Millionen Dollar zurückgegangen ist.

Der Umsatz von Genie/Terex Utilities für die gesamten 12 Monate lag bei 2,73 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber 2018, was hauptsächlich auf das schwache vierte Quartal zurückzuführen ist. Der Betriebsgewinn ist um mehr als ein Drittel (36 Prozent) auf 196,2 Millionen Dollar abgesackt. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 753 Millionen Dollar, 13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Krangeschäft von Terex wird derzeit unter Sonstige Umsätze ausgewiesen, die für das Gesamtjahr um fast fünf Prozent auf 255,1 Millionen Dollar gestiegen sind. Zugleich hat sich der Betriebsverlust in diesem Segment von 64 Millionen Dollar auf 58 Millionen Dollar verringert.

Im vierten Quartal rauschte der Umsatz von Genie um 20,8 Prozent auf 500,1 Millionen Dollar in den Keller, was teilweise auf die Unsicherheit auf dem Markt und Verzögerungen bei den Auftragserteilungen vieler großer Vermieter zurückzuführen ist. Der Betriebsgewinn lag bei 4,4 Millionen Dollar; ein Rückgang von sage und schreibe 88 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal 2018 – der zu einem Großteil auf das geringere Volumen zurückzuführen sein dürfte. Der Auftragseingang fiel jedoch mit 755 Millionen Dollar wesentlich robuster aus.

Genie-Präsident Matt Fearon fasst zusammen: „Das vierte Quartal schloss ein Jahr ab, in dem wir uns nach zwei Jahren robuster Nachfrage mit erheblicher Marktunsicherheit konfrontiert sahen. Wir sind für 2020 gut positioniert und freuen uns über unsere innovativen neuen Produkte sowie über unsere langfristigen Wachstumsaussichten. Insbesondere bauen wir unser Werk in Changzhou, China, dieses Jahr aus, um dem Marktwachstum in China für Höhenzugangsprodukte Rechnung zu tragen.“

Die Sonstigen Umsätze im vierten Quartal – hauptsächlich Krane, wie man annehmen darf – wuchsen zwar um fast sieben Prozent auf 63,5 Millionen Dollar, aber zugleich stiegen auch die Verluste auf 20,4 Millionen Dollar – fast ein Vierfaches des zuletzt ausgewiesenen Verlusts von 5,9 Millionen Dollar.

Konzernchef John Garrison: „Unsere Betriebsergebnisse für das vierte Quartal entsprachen im Allgemeinen unseren Erwartungen hinsichtlich des geringeren Umsatzes und spiegeln die anhaltend schwierigen Marktbedingungen für Industrieanlagen weltweit wider. Im Jahr 2019 haben wir uns auf die Sicherheit, die Stärkung unserer Bilanz und die Investitionen in unsere Produkte, unsere Fertigungskapazitäten sowie in Teile und Dienstleistungen konzentriert. Trotz der aktuellen Herausforderungen auf dem Markt für Industrieausrüstungen bleiben die längerfristigen Aussichten für unsere Geschäfte gesund und weisen auf eine vielversprechende Zukunft für Terex hin.“

Und wie geht es weiter? „Wir erwarten, dass die Kunden mit ihren Investitionsentscheidungen im Jahr 2020 vorsichtig bleiben werden. Wir erwarten, dass der Gewinn pro Aktie für das gesamte Jahr zwischen 1,85 und 2,35 US-Dollar bei einem Nettoumsatz von etwa 3,9 Milliarden US-Dollar liegen wird. Wir werden weiterhin in die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen für unsere Kunden investieren und gleichzeitig unsere operative Leistung kontinuierlich verbessern“, gelobt Garrison.


Vertikal Kommentar

Genie ist nicht der einzige Hersteller, der ein schwieriges viertes Quartal erlebt hat, und wie bei anderen Herstellern scheint es dennoch seit Jahresende auch für Genie wieder ein wenig besser zu laufen. Und so dürfte sich das Unternehmen seitdem sicherlich ein Stück weit erholt haben. Man muss auch ganz klar sehen, dass das Schlussquartal 2019 es insofern schwer hat, als es den Vergleich mit einem bärenstarken vierten Quartal im Jahr 2018 aufnehmen muss.

Es gibt jedoch einige potenziell dunkle Wolken am Horizont, wie zum Beispiel die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus, die im zweiten Quartal zu ernsthaften Problemen in der Produktion führen könnten. Dennoch bleibt das zugrunde liegende Marktpotenzial für Hubarbeitsbühnen sehr positiv, da ihre Marktdurchdringung weltweit weiter an Fahrt gewinnt.

Kurzfristig wird es interessant sein zu sehen, wie die Ergebnisse des ersten Quartals von Genie – und anderen Herstellern – ausfallen werden. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie im Vergleich zum vierten Quartal einen Aufschwung erleben, zumal die Verzögerungen bei der Auftragserteilung sich in Auslieferungen umzuwandeln beginnen.

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