21.04.2026

München bekommt neue Feuerwehrkrane

Redundanzgewinn: Die Münchner Feuerwehr hat zwei baugleiche 70-Tonnen-Feuerwehrkrane vom Typ Liebherr LTM 1070-4.2 in Empfang genommen. Sie ersetzen zwei ältere Geräte aus den Jahren 1991 und 1998.
image[](Die beiden Krane nebeneinander)
Der vierachsige LTM 1070-4.2 verfügt über einen 50 Meter langen Hauptausleger und eine 9,5 bis 16 Meter lange Doppelklappspitze. Zur Ausstattung gehören die Liebherr-Systeme VarioBase und Ecomode sowie die Steuerung Liccon2. Der Kran kann die Verlängerung plus 10,7 Tonnen Gegengewicht bei einer Achslast von 12 Tonnen schultern bzw. 3,8 Tonnen Ballast bei einer Achslast von 10 Tonnen mitführen.

Der Einsatzplan der Stadt München sieht zwei Feuerwehrkrane mit einer maximalen Reaktionszeit von 30 Minuten vor. Einer der beiden neuen Krane ist daher im Nordwesten der Stadt stationiert, der andere im Südosten. Bei Bedarf können sie auch im Tandembetrieb eingesetzt werden.
Die LTM 1070-4.2 im Einsatz

München setzt seine Feuerwehrkrane ein, wenn andere Rettungsmittel nicht ausreichen, beispielsweise bei schweren Straßen- und Schienenunfällen, beschädigten oder umgestürzten Baukranen, Sturmeinsätzen und Höhen- oder Tiefenrettungen. Die Krane können auch von benachbarten Landkreisen angefordert werden.

Dominik Franz, Brandamtmann bei der Münchner Feuerwehr, sagt: „Ausfallsicherheit von Fahrzeugen und Geräten ist für uns als Feuerwehr ein sehr wichtiges Thema. Die bisherigen Krane waren über viele Jahre zuverlässig im Einsatz, doch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko technischer Defekte sowie der Aufwand für Reparaturen deutlich.“

Franz fährt fort: „Mit zwei baugleichen Kranen gewinnen wir nicht nur Redundanz, sondern auch taktische Flexibilität. Gerade bei komplexen Einsatzlagen ist es ein großer Vorteil, identische Technik mit identischen Leistungsdaten zur Verfügung zu haben.“

Bevor die beiden Krane in den Einsatz gingen, durchlief die Feuerwehr München ein umfangreiches Schulungsprogramm. Dieses umfasste eine mehrtägige Einweisung beim Hersteller in Ehingen, ein Fahrertraining auf dem Truppenübungsplatz Münsingen sowie die anschließende Schulung aller rund 50 Kranbediener in München. Abgerundet wurde das Programm durch ein externes Seminar zur Bergung von Fahrzeugen und Maschinen.

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