09.09.2026
Ärger mit dem Finanzamt
Positive Dynamik, aber Steuernachforderungen: Der französische Hersteller von Arbeitsbühnen und Teleskopladern
Haulotte hat seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Sie zeigen erhöhte Umsätze bei gesteigerter Geschäftstätigkeit insbesondere im zweite Quartal.
Haulotte hat seinen Umsatz zwischen Januar und Juni dieses Jahres von 264 Millionen auf
276 Millionen Euro steigern können (bei konstanten Wechselkursen, ohne IAS 29). Das macht ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Am besten lief der
Verkauf von neuen Maschinen. 234 Millionen Euro konnten die Franzosen damit umsetzen, das entspricht plus 9 Prozent.
Zurückgegangen sind hingegen die Umsätze aus
Vermietung und Service. Der Vermietumsatz bröckelte von 12 auf 8 Millionen Euro zusammen (-27 Prozent), und auch die Dienstleistungen gingen um 8 Prozent von 37 auf 34 Millionen Euro zurück.
Der Konzern teilt mit: „Trotz eines weiterhin unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds bestätigte der weltweite Markt für Hubarbeitsbühnen die bereits zu Jahresbeginn beobachtete positive Dynamik über das gesamte Halbjahr hinweg. Vor diesem Hintergrund und gestützt durch einen Anstieg der Geschäftstätigkeit um 18 Prozent im zweiten Quartal verzeichnete Haulotte einen Anstieg des konsolidierten Halbjahresumsatzes um 7 Prozent auf 276 Millionen Euro, getrieben durch ein starkes Wachstum der Absatzvolumina bei Hubarbeitsbühnen.“
In der Region
Europa, der Hauptabsatzregion, erzielte Haulotte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 19 Prozent. Die Region Asien-Pazifik meldete einen Umsatzrückgang von 13 Prozent, beeinträchtigt durch den Konflikt im Nahen Osten, so das Unternehmen.
Haulotte verzeichnet damit ein operatives Ergebnis vor Währungseffekten von 8 Millionen Euro – was einer operativen Marge von 2,9 Prozent des Umsatzes entspricht – und damit einen Anstieg um 6 Millionen Euro gegenüber 2025. Dieses Ergebnis wurde durch ein deutliches Wachstum der Absatzvolumina, eine wirksame Kontrolle der Einstandspreise sowie die fortlaufende Optimierung der Fixkosten getrieben, vermeldet Haulotte.
Negativ: Das Konzernergebnis (ohne IAS 29) beläuft sich auf -9 Millionen Euro bzw. -3,1 Prozent des Umsatzes – eine Verbesserung gegenüber 2025 –, wobei es maßgeblich durch finanzierungsbedingte Aufwendungen sowie eine besonders hohe Steuerbelastung infolge einer Steuernachforderung in Höhe von 10,3 Millionen Euro bei einer Tochtergesellschaft beeinträchtigt wurde. Hier entspinnt sich ein Rechtsstreit, denn gegen diese Entscheidung geht der Konzern entschieden vor.
Um welche Tochter es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Insgesamt kontrolliert Haulotte 32 Tochterfirmen wie beispielsweise die deutsche Haulotte Hubarbeitsbühnen GmbH oder Haulotte UK Ltd für Großbritannien.
Die Nettoverschuldung des Konzerns (ohne Garantien) blieb mit 205 Millionen Euro nahezu unverändert (Anstieg um 4 Millionen Euro im ersten Halbjahr).
Ausblick
„Trotz eingeschränkter Prognosefähigkeit und eines weiterhin unsicheren globalen Umfelds erwartet Haulotte für das Jahr 2026 ein Umsatzwachstum von mindestens 5 Prozent. Dies soll es dem Konzern ermöglichen, zu einer positiven operativen Marge zurückzukehren, die nahe an dem für das erste Halbjahr 2026 ausgewiesenen Niveau liegt“, so der Konzern.
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