23.08.2019

Alimak im Profit-Land

Der schwedische internationale Mastkletterbühnen- und Aufzugshersteller Alimak hat einen starken Anstieg der Profitabilität im ersten Halbjahr gemeldet.

Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten bis Ende Juni bei 2,36 Milliarden Schwedischen Kronen (220 Millionen Euro), ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2018. Der Auftragseingang war mit 2,25 Milliarden Kronen (210 Millionen Euro) jedoch zwei Prozent niedriger. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 50 Prozent auf 274,9 Millionen Kronen (25,6 Millionen Euro). Die Nettoverschuldung lag mit 1,32 Milliarden Kronen (123,1 Millionen Euro) mehr als 20 Prozent über dem Vorjahreswert.

Betrachtet man den Umsatz nach Großbereichen, so stieg der Umsatz mit Baumaschinen um 32,4 Prozent auf 478,7 Millionen Kronen (Millionen Euro), während der Auftragseingang um 11,5 Prozent auf 376 Millionen Kronen (35,1 Millionen Euro) sank und das Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten 80,4 Millionen Kronen (7,5 Millionen Euro) um 70 Prozent über dem Vorjahr lag. Die Verbesserungen sind hauptsächlich auf höhere Umsätze in den USA und Australien zurückzuführen, die die Ergebnisse in Nordeuropa und Großbritannien ausgleichen.

Die Sparte Industrieausrüstung erzielte einen Umsatz von gut einer Milliarde Kronen (99 Millionen Euro), der um 11,7 Prozent stieg, während der Auftragseingang in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag, jedoch um 4,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis hat sich dennoch mit 50,7 Millionen Kronen (4,7 Millionen Euro) mehr als verdoppelt.

Der After-Sales-Umsatz lag bei umgerechnet 58,6 Millionen Euro und damit um 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert, während das operative Ergebnis mit 167 Millionen Kronen (15,6 Millionen Euro) nahezu unverändert blieb. Schließlich verbesserte sich der Umsatz im Vermietgeschäft um 13,5 Prozent auf umgerechnet 17,8 Millionen Euro, das Betriebsergebnis um 23 Prozent auf 2,5 Millionen Euro.

Im vierten Quartal stieg der Konzernumsatz um 7,5 Prozent auf 111 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis lag mit 13,5 Millionen Euro gut 18 Prozent über dem Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Baumaschinen erzielte einen Umsatz von 25,3 Millionen Euro, das ist 46,7 Prozent über dem Vorjahresquartal, obwohl der Auftragseingang um mehr als 27 Prozent auf 15,3 Millionen Euro abgesackt ist. Das Betriebsergebnis lag mit 4,7 Millionen Euro fast 65 Prozent über dem Vorjahresquartal.

Die Division Industrie verzeichnete einen Umsatzrückgang um fast sechs Prozent auf 46 Millionen Euro, obwohl der Auftragseingang mit 51,4 Millionen Euro um mehr als zwei Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Das Betriebsergebnis stieg um 23 Prozent auf 1,6 Millionen Euro.

Der After-Sales-Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 30,9 Millionen Euro, das Betriebsergebnis lag mit 8,4 Millionen Euro um 27 Prozent über dem Vorjahreswert. Schließlich stieg der Umsatz im Geschäftsbereich Vermietung um mehr als 13 Prozent auf 9,2 Millionen Euro, wobei das operative Ergebnis mit 1,4 Millionen Euro fast 20 Prozent über dem Vorjahresquartal lag.

Chief Executive Officer Tormod Gunleiksrud sagt: „Das Finanzergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal für den Gesamtkonzern, während es in den verschiedenen Geschäftsbereichen unterschiedliche Ergebnisse gab. Der Berichtszeitraum beinhaltete mehrere Highlights wie den Rekordauftragseingang im After Sales, den bisher höchsten Umsatz in drei von vier Geschäftsbereichen und einen guten operativen Cashflow.“

Weiter sagt er: „Der Umsatz stieg um sieben Prozent und um drei Prozent organisch, unterstützt durch eine sehr starke Umsatzentwicklung in den Bereichen Baumaschinen und Vermietung, wurde aber durch einen Umsatzrückgang in der Business Unit Wind gebremst. Die Profitabilität setzte sich fort, mit sequentiellen Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen, mit Ausnahme von Industrieanlagen, wo niedrige Volumina die Marge direkt beeinflussten. Der Auftragseingang des Konzerns ging jedoch aufgrund der schwierigen Marktbedingungen in zwei unserer Endmärkte um drei Prozent und organisch um sieben Prozent zurück.“

„Auf der Bauseite stellen wir eine erhöhte Marktunsicherheit aufgrund geopolitischer Bedenken wie Brexit und bilateraler Handelsfragen fest. Dies hat zu vorsichtigeren Anlageprozessen bei Kunden in mehreren Regionen geführt, insbesondere in Großbritannien und Nordeuropa. Dies kann in Zukunft zu einem höheren Auftragseingang führen, obwohl die globale Pipeline weiterhin solide ist. Mit flexiblen Produktionskapazitäten konzentrieren wir uns auf die Erhöhung unserer geografischen Präsenz und die Erweiterung unseres Produktportfolios, um neue Möglichkeiten zu erschließen. Die Business Unit Wind steht weiterhin in einem aggressiven Preiswettbewerb bei standardisierten Turminternativen durch neue Akteure, vor allem in China. Die Situation wird genau beobachtet, und alle Veränderungen, die wir am Markt beobachten, werden sich in entsprechenden Anpassungen der Kostenbasis aufgrund der geringeren Mengen niederschlagen. Wir sind nach wie vor optimistisch, was die Teile der Servicelifte und Leitern unseres Windgeschäfts betrifft, die sich gut entwickeln.“

Er schließt: „Im After Sales realisieren sich die Aufträge für BMU-Sanierungen (Building Maintenance Unit) in größerem Umfang als bisher. Dies ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Bemühungen, die Ausbildung der Mitarbeiter zu verbessern.“

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