21.01.2020

Ex-Firmenchef Hubert Palfinger verstorben

Der langjährige Chef des börsennotierten Kranherstellers Palfinger, Hubert Palfinger senior, ist am Sonntag gestorben. Er hatte aus dem Schlosserbetrieb seines Vaters einen börsennotierten Weltkonzern geschmiedet, sich aber vor rund zehn Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Seine beiden Söhne Hubert Palfinger Junior und Hannes Palfinger leiten heute den Aufsichtsrat der Firmengruppe.

„Mit Hubert Palfinger senior verliert Palfinger eine außergewöhnliche Persönlichkeit und einen visionären Unternehmer, der die Palfinger-Gruppe zu einem Weltkonzern mit rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebaut hat. Der hohe Stellenwert der Menschen ist fest in der Firmenkultur verankert. Hubert Palfinger Senior hat dafür den Grundstein gelegt und maßgeblich mitgestaltet. Dafür zollt die Palfinger AG Ihrem Seniorchef größten Respekt und aufrichtige Dankbarkeit“, teilt der österreichsiche Konzern mit. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer bezeichnete Palfinger als „eine der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten“ Salzburgs und Österreichs.

Am vergangenen Montag hatte der Konzern darüber informiert, dass sich der Gesundheitszustand des langjährigen Firmenchefs rapide verschlechtert habe.
Hubert Palfinger senior

Hubert Palfinger senior kam am 13. April 1942 in Grieskirchen (Oberösterreich) zur Welt. Er machte eine Lehre als Maschinenschlosser und trat Mitte der 60er Jahre in den väterlichen Betrieb mit seinen rund einem Dutzend Mitarbeitern ein, der sich auf die Herstellung von LKW-Aufbauten und Kipper für die Landwirtschaft spezialisiert hatte. Schnell mauserte sich die kleine Firma zum Technologieführer bei hydraulischen LKW-Ladekranen und heimste Patente und Erfolge ein. Darauf folgt eine Phase der Expansion, der Zukäufe und der Ausweitung des Portfolios, unterbrochen von der einen oder anderen Krise: einmal der Ölkrise 1973, und gut 20 Jahre später litt das Unternehmen unter zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland und einem Exporteinbruch.

Palfinger baute seine Fertigung im Ausland neu auf und stellte sich insgesamt neu auf – mit damals häufiger wechselndem Führungspersonal. 1999 erfolgte der Börsengang. Seitdem – oder zumindest seit rund 15 Jahren – reiht der Konzern Zukauf an Zukauf und expandiert immer weiter. Bis heute. Heute setzt die Palfinger AG mit Hauptsitz in Bergheim im Norden der Stadt Salzburg 1,6 Milliarden Euro um und beschäftigt 10.780 Mitarbeiter in 35 Werken in 31 Ländern.
Archivbild: Hubert Palfinger sr. im Jahr 2002

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