02.04.2020

JCB fertigt jetzt Beatmungsgeräte

Corona-Bekämpfung statt Werksstillstand: Der britische Hersteller JCB steht kurz davor, die Produktion in einer wegen der Corona-Krise geschlossenen Fabrik wieder an- und hochzufahren, um dort Beatmungsgeräte herzustellen. Geräte für das Gesundheitssystem statt Baumaschinen also.

JCB wurde Anfang März von Premierminister Boris Johnson dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen, den landesweiten Mangel an Beatmungsgeräten zu beheben, um so das Leben von Coronavirus-Patienten zu retten. JCB-Chairman Lord Bamford sicherte dem Premier daraufhin umfassende Hilfe zu und beauftragte sofort ein Forschungs- und Ingenieurteam damit, um zu prüfen, auf welche Art und Weise man am besten helfen könne.

Nun ist JCB soweit, die Produktion in einer Fabrik wieder aufzunehmen, die aufgrund der Coronavirus-Krise fast zwei Wochen lang geschlossen war. Aber anstatt Kabinen für Bagger herzustellen, wird das Werk darauf ausgerichtet, spezielle Metallgehäuse für die neuen Beatmungsgeräte von Dyson zu produzieren. Mindestens 10.000 solcher Gehäuse sollen im englischen Uttoxeter gefertigt werden, sobald Dyson die behördliche Genehmigung dafür erhält. Die britische Regierung hat bereits 10.000 der neuen Geräte bestellt. Die ersten Prototypen der Gehäuse wurden bereits an Dyson geliefert, sodass die Serienfertigung der Gehäuse in Kürze anlaufen soll.

JCB-Chairman Lord Bamford sagt: „Als der Premierminister an uns herantrat, waren wir als britisches Unternehmen sofort entschlossen zu helfen. Dieses Projekt wurde innerhalb weniger Tage entwickelt – vom ersten Entwurf bis zur fertigen Produktion –, und ich freue mich, dass wir in der nationalen Krise die Fähigkeiten unserer talentierten Ingenieurs- und Produktionsteams so schnell aktivieren konnten. Es handelt sich um eine globale Krise, und wir werden die Herstellung weiterer Beatmungsgeräte unterstützen, wenn diese auch in anderen Ländern der Erde benötigt werden.“
JCBs Chief Innovation & Growth Officer Tim Burnhope zeigt die neuen Gehäuse

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